Östermanns Blog

Medienwandel, Strategie, Unternehmensführung im Wandel, Komplexität, nächste Gesellschaft

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The Global Implications Of The BBCs Streaming Strategy

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Die BBC hat eine neue Streaming-Strategie angekündigt. Vorbild für die Online-Musik-Strategien aller Radiostationen. Wie lässt sich das Wesen der DJ-getriebenen Programmierung in eine Streaming-Umgebung übertragen?

Music Industry Blog

Yesterday the BBC’s Director General Tony Hall laid out a vision for the future of the BBC (for an excellent take on this see the blog post from MIDiA’s video analyst Tim Mulligan, and yes the name may look familiar, he’s my brother!).  The BBC has long played a crucial innovation role in the digital content economy but it has yet to carve out a convincing role for itself in online music.  It has built up a compelling YouTube content offering and it has pursued a streaming coexistence strategy with its innovative Playlister initiative but the bigger play has yet to be made.  That looks set to change, with the announcement that the BBC is planning to launch a ‘New Music Discovery Service’, which would make the 50,000 tracks broadcast by the BBC every month available to stream for a limited period.  The initiative is interesting in itself…

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Written by Östermann

13. September 2015 at 17:59

Veröffentlicht in Medien, Strategie

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„Music like water“ – Can Europe create a new digital music ecosystem? – Gerd Leonhard

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Wo der Buchdruck noch auf Verbreitung setzt, rechnen die Computer bereits mit Resonanzen.

so Dirk Baecker in der ersten seiner 22 Thesen zur nächsten Gesellschaft. Ein Beispiel für diesen grundlegenden Wandel der Verhältnisse im Netz schilderte Gerd Leonhard im November 2013 auf einer Tagung in Stockholm am Beispiel der Musik.

Ich versuche mal, seine Botschaften in aller Kürze zusammenzufassen. Er geht von einem grundlegenden Medienwandel aus:

All Media is shifting from protection to engagement.

In der Musikindustrie sieht das etwa so aus.

  • Die Digitalisierung der Musik ist abgeschlossen. Alle Musik ist im Netz verfügbar. Die Distribution kostet nichts mehr. Aufmerksamkeit und Marke sind die neuen Knappheiten.
  • Die Musikindustrie ist immer noch auf ihre alte Rolle, Verteilung von Musik gegen Geld, fixiert. Aber auch neue Geschäftsmodelle wie iTunes und Spotify lösen das Problem nicht.
  • Musik nach dem Muster von iTunes in Einzelstücken zu verkaufen, funktioniert nicht, weil – anders als bei Filmen – die Nutzer kleinteilige Musiktitel nicht einzeln, sondern gebündelt hören. Deshalb der überwältigende Erfolg des Streaming. Dagegen ist der Verkauf von Musik-Downloads auf vergleichsweise niedrigem Niveau rückläufig.
  • Musik im Abonnement zu verkaufen, wie es Spotify versucht, wird auch nicht gelingen, weil es zu teuer ist und viel zu viele Nutzer ausschließt. Musik wollen alle. Jederzeit. „Music like water“.
  • Musik muss praktisch kostenfrei erhältlich sein. Dafür gilt es, die Rechtsgrundlagen in Europa zu ändern und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.
  • Grundlage solcher Geschäftsmodelle sind die neuen Knappheiten: Aufmerksamkeit, Marke, Relevanz, Kontext, Zeitnähe, Persönlichkeiten.
  • Es gibt seit jeher ein Geschäftsmodell, das geübt ist, mit diesen Faktoren umzugehen: das Radio.

Wie lassen sich die Zugangshindernisse für die Nutzer abbauen? Leonhard zitiert Buckminster Fuller:

You never change things by fighting the existing reality. Build a new model, that makes the existing model obsolet.

Er plädiert für eine EU-weite Lösung des strukturellen Problems. Heute gilt: Copying = Listening. Das Kopieren ist ein rein technischer Vorgang. Wenn Menschen Musik hören, kopieren die Rechner im Hintergrund. Deshalb gehe es heute um

licensing access, not copies.

Leonhard verweist auf eine Rede des Netflix-Managers Kevin Spacey, der auf den Erfolg von „House of Cards“ verweist und meint: „Der Konsument will die Kontrolle.“

And through this new form of distribution, we have demonstrated that we have learned the lesson that the music industry didn’t learn: give people what they want, when they want it, in the form they want it in, at a reasonable price and they’ll more likely pay for it rather than steal it.

Europa steht vor der großen Herausforderung, für ein neues Verständnis des Zusammenspiels der Akteure die Grundlagen zu schaffen. Gerd Leonhard fragt:

Can Europe create a new digital music ecosystem?

Wir werden sehen.

Übrigens plädiert auch Peter Kruse in einem Interview mit dem Blog „The Narrative“ für grundlegend neue Prinzipien des Urheberrechts:

Die innere Logik der Netze spricht gegen das Prinzip der Paywall. Im Internet verursacht jede Zugangsbeschränkung ein intensives Störgefühl. Hinter einer Paywall haben sie nur eine Existenzchance, wenn sie eine enorme Attraktivität aufbauen. Das gelingt mit Pornographie deutlich leichter als mit weniger „reizvollen“ Informationen. Die gute alte Zeit vor dem Internet wird aber auch dann nicht zurückkommen, wenn der sich andeutende Umschwung von Resonanz auf Relevanz tatsächlich stattfindet. Wir müssen uns dringend in der Gesellschaft Gedanken darüber machen, welche Bezahlprinzipien und welches Urheberrecht Geschäftsmodelle ermöglichen, die Qualität und Auskommen sichern. Momentan gibt es dafür noch keine wirklich überzeugenden Lösungen.

Written by Östermann

18. Januar 2014 at 14:55

Was steckt in der Streaming-Wundertüte? – Battle 2014: Vom Tod des Dalli-Dalli-Fernsehens #streaming

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Was in der Streaming-Wundertüte steckt, wissen wir noch nicht. Aber wir können schon mal fühlen, was sich drin verbergen könnte. Der Blogger Gunnar Sohn hat es versucht und meint:

Selbst für bewegte Bilder, die live übertragen werden, steht das Handwerkszeug für den digitalen Autodidakten bereit, der heute ohne Ü-Wagen, ohne Ausbildung zum Kameramann oder zur Kamerafrau und ohne schweres technisches Gerät Fernsehen machen kann. Zu jeder Zeit, an jedem Ort. Streaming-Dienste wie Hangout on Air sind die technische Basis für Jedermann-TV.

Mehr dazu s. Battle 2014: Vom Tod des Dalli-Dalli-Fernsehens – Jeder ist sein eigener Programmdirektor.

Written by Östermann

17. Januar 2014 at 23:02

Veröffentlicht in Medien, Zukunft

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