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Der Junge aus Myanmar – Storytelling im Journalismus

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Wen die Kontextvergessenheit im Journalismus beschäftigt, möge dieses Video anschauen. Natalia Antelava erzählt von ihrer Begegnung mit Zio Zu, einem Jungen aus Myanmar, und was sie daraus für den Journalismus gelernt hat.

 

The thing is, give it a few years and there won’t be any distinction between digital journalism an non-digital journalism. There will be just journalism. And I’m convinced it will be better than anything that we had before. Already, the new measure of success for websites is not the number of clicks that you get on them, but the amount of time people stay on them. We want our audiences to be engaged. … We need to engage with stories that we cover better. We need to stay on stories.*

*Zitat im Video ab 14’40“.

Written by Östermann

2. April 2017 at 15:25

Veröffentlicht in Medien

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Was gute Führung ausmacht (2): Thomas Gutknecht über den Ort des Führenden

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In der Literatur wird häufig diskutiert, wo denn der Ort des Führenden sein solle. Beispielsweise sagt Lao-Tse: „Wer Menschen führen will, muss hinter ihnen gehen.“ Ein Wirtschaftsmagazin titelte kürzlich. „Führung ist vorn!“. Im traditionellen Verständnis ist Führung oben, in Texten, die spirituell orientiert sind, findet sich dagegen häufig der Hinweis vom dienenden Führen, bei dem sich der Führende unten ansiedelt und sich gleichsam als Wurzelboden versteht, der die Kultur trägt, die zur Blüte kommen soll. Wenn Sie es wollen, können Sie idealtypisch den Helden vorn (kämpfend), den König oben (wachend), den Weisen hinten (schützend) und den Heiligen unten (tragend) „ansiedeln“.

Auf diese Unterscheidung von Zugängen zur Führungsrolle hat Thomas Gutknecht, Philosoph und Berater, vor einiger Zeit in seinem Vortrag „Von der wahren Autorität und der Kunst des Führens“ aufmerksam gemacht. Da er sich kritisch mit den weit verbreiteten, oft großartig klingenden Führungsgrundsätzen und Leitbildern auseinander setzt und hinter Rezepten zum exzellenten Führen wohl zurecht nur Phrasen vermutet, ist ihm folgender Hinweis wichtig (s. S. 7):

Hier handelt es sich gleichwohl um Archetypen, denen sich ein Führungsverantwortlicher je besonders verpflichtet fühlen kann.

Das reichhaltige Redemanuskript gibt viele Anregungen zum eigenen Nachdenken, wie wir unserer Führungsverantwortung, die in fast allen Lebensbereichen eine Rolle spielt, gerecht werden können. Ein weiterer Aspekt guter Führung sei hier herausgegriffen (s. S. 12):

Sehr gute Führende verfügen nicht nur über gute Argumente und die Rhetorik, sie erzählen auch Geschichten. Menschen brauchen Geschichten, um zu verstehen. Menschen lieben Geschichten und sie orientieren sich an Geschichten, weil die vom Weg erzählen. Menschen finden zusammen, weil Geschichten von Gemeinsamkeit handeln. Menschen lernen leicht aus dem, was erzählt wird, weil Geschichten Erfahrungen vermitteln. Menschen werden taub durch die Fluten der Informationen und sofort hellhörig, wenn sie eine Geschichte hören. Menschen brauchen Geschichten als Humus für ihre Wirklichkeit, um die Gegenwart und sich selbst zu verstehen.

Written by Östermann

24. Mai 2013 at 17:24

Veröffentlicht in Leadership

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