Östermanns Blog

Medienwandel, Strategie, Unternehmensführung im Wandel, Komplexität, nächste Gesellschaft

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Manifeste (6): Das Slow-Media-Manifest

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In der Reihe über Manifeste zur Beziehung von Mensch und Technik in der digitalen Welt soll diesmal ein Beispiel aus der Medienwelt im Mittelpunkt stehen.  

Das Slow Media Manifest versucht eine Antwort auf den rasanten Aufstieg des Internet und der Sozialen Netzwerke. Die Autoren sehen nach dem technologischen Medienwandel die Zeit reif, sich die Medienrevolution „politisch, kulturell und gesellschaftlich zu integrieren und konstruktiv zu nutzen“.

Ähnlich, wie Fast Food den Raum für Slow Food erst geöffnet hat, geht es auch bei Slow Media mehr darum, den „Fast Media“ eine Alternative entgegenzusetzen, als sie abzulösen. Das Manifest stellt – insoweit dem Onlife Manifest ähnlich – den respektvollen und schonenden Umgang mit der Ressource Aufmerksamkeit in den Mittelpunkt.

Analog zu Slow Food geht es bei Slow Media nicht um schnelle Konsumierbarkeit, sondern um Aufmerksamkeit bei der Wahl der Zutaten und um Konzentration in der Zubereitung. Slow Media sind auch einladend und gastfreundlich. Sie teilen gerne.

Das Manifest stellt den Nutzer als „Prosument“ in den Mittelpunkt. Anders als das Wort suggeriert, ist jedoch nicht daran gedacht, die Nutzer als Macher zu verstehen, sondern eher als Multiplikatoren. Die Qualität des medialen Produktes ist in dieser Sichtweise  daran zu erkennen, dass es Resonanz erzeugt. Das Manifest setzt auf aktive Rezipienten, die durch Medien zum Handeln angeregt werden.

Slow Media inspirieren, wirken in dem Denken und Handeln der Nutzer nach und sind auch noch Jahre später spürbar.

Nicht nur der Qualitätsanspruch an den Content ist vom Gedanken der Nachhaltigkeit geprägt, sondern auch die mediale Produktion selbst. Ressourcenschonende Prozesse und Arbeitsbedingungen, keine Ausbeutung, kein Niedriglohn, kein bedingungsloses Ausschlachten der Nutzerdaten.

Das Manifest geht noch einen Schritt weiter. Slow Media verstehen sich selbst als Soziale Medien.

Um Slow Media bilden sich lebendige Gemeinschaften oder Stämme, gleich ob es sich um einen lebenden Autor handelt, der mit seinen Lesern in den Austausch tritt, oder einen verstorbenen Musiker, um dessen Musik sich eine aktive Deutungsgemeinschaft bildet. So fördern Slow Media die Vielfalt und respektieren kulturelle und lokale Besonderheiten.

Die Autoren des Manifests haben 2015 bei der Media Convention berichtet, wie sich das Manifest in den fünf Jahren seit der Veröffentlichung entwickelt hat. Sehr zufrieden zeigten sie sich mit der internationalen Resonanz. Das Manifest habe sich überraschend als Selbstläufer im Netz erwiesen. Selbst Wired hatte es damals es aufgegriffen. Ein Beispiel aus Frankreich war bei ARTE zu sehen.

Selbstkritisch hatten sich die Autoren von der Metapher des Essens, des Einverleibens abgesetzt, die sich aus der Analogie zu Slow Food ergibt.

Besonders interessant ist, wie die Autoren versucht haben, von der abstrakten Beschreibung einer Haltung aus der Verlegerperspektive zur konkreten Praxis aus der Nutzerperspektive zu kommen. Was bedeutet das Manifest für den digitalen Arbeitsschutz und für gesunde Arbeitsverhältnisse?

Sie haben in einer Studie die Kriterien des Manifests als Polaritäten bei Nutzern abgefragt und daraus eine Nutzertypologie nach drei Dimensionen unterschieden. Die Studie hat u.a. gezeigt, dass sich die Mediennutzertypen in einem Punkt kaum unterscheiden. Alle wollen sich bei der Mediennutzung auf ein Angebot konzentrieren.

Praktisch relevant wird die Studie auch bei der Frage: Wie können Medien-StartUps „slow“ arbeiten? Typische Einstellungen zur Arbeit in StartUps sind zu hinterfragen. „Slow“ sei z.B. eben nicht „Getting Things Done“, sondern „Doing Things“.

Interessant wäre vor diesem Hintergrund, die Beispiele von jungem, unabhängigem Journalismus im Netz, die neuerdings einer #Netzwende zugerechnet werden, auf die Kriterien des Manifests abzuklopfen. Wie wird eine Slow-Haltung in der dritten Säule des Qualitätsjournalismus, den mehr oder weniger unabhängigen Indie-StartUps wie z.B. Correctiv, Krautreporter oder Piqd gelebt?

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Written by Östermann

4. März 2018 at 12:31

Ambient News – die NOZ und das IoT

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Die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) will expandieren – nicht nur, was die Reichweite an Lesern betrifft. Sie greift weit aus in die nahe Zukunft. Darüber hat kürzlich Meedia berichtet.

Jetzt soll die Expansion durch neue digitale Produkte und Anwendungen fortgeschrieben werden. F&E-Chef Dreykluft will hierzu die tradierten Pfade im Digitaljournalismus verlassen. Ein erstes Zukunftsprojekt hat er bereits Anfang Oktober angeschoben. Der Name: Ambient News. Die Idee hinter dem Vorhaben ist einfach: „Wir wollen mit Ambient News Menschen helfen, ihren Einstieg in den Tag besser zu organisieren“, betont Dreykluft. Dabei will der NOZ-Manager neue technische Oberflächen nutzen und in das „Internet der Dinge“ vorstoßen. Bislang erreichen den Menschen digitale journalistische Inhalte klassisch über Computer, Smartphones oder Tablets. Neue Anwendungen aus den Laboren der Tech-Giganten Amazon und Google bieten jedoch neue Abspielflächen für digitale journalistische Inhalte. Dazu zählen LED-Glühbirnen, Lautsprecher wie Alexa, Google Home oder Magische Spiegel, die eine Art Bildschirm sind, der beispielsweise im Badezimmer eingebaut werden könnte.

Dieses Projekt traut sich, Journalismus mit dem Internet of Things (IoT) – früher hieß das Web 3.0 – zu verknüpfen. Bisher ist das ja noch eine Leerstelle in der Diskussion über den Journalismus in der digitalen Welt.

Die NOZ kooperiert dazu mit Google. Das zeigt, dass ein gravierendes Grundproblem bleibt. Den Zugang zum Nutzer, Rezipienten oder Kunden, die „letzte Meile“, kontrollieren die großen Internet-Konzerne. Die Abhängigkeit von fremden Algorithmen und Infrastrukturen bleibt, egal über welche „Devices“ die News bei den Nutzern landen.

Written by Östermann

11. November 2017 at 15:42

Algorithmen gefährden die gemeinsame Agenda der Gesellschaft – Interview mit Christoph Neuberger

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In einem Interview der 3sat-Sendung Kulturzeit wies der Medienwissenschaftler Christoph Neuberger kürzlich auf die Gefahren hin, die durch die personalisierte Vorauswahl der Informationen auf Facebook und anderen Social Media entstehen.

Für den Journalismus bedeutet dies, dass er

eine ganz breite Palette an Informationen bereitstellen muss, damit wirklich zielgenau und passgenau Informationen zusammengestellt werden können.

Redaktionen, die selbständig eine Auswahl nach Nachrichtenwert treffen, seien deshalb unverzichtbar. Eine Auswahl, die uns

auf eine gemeinsame Agenda hin orientiert. Das ist eine ganz wichtige Aufgabe, damit die Gesellschaft nicht zerfällt, wir nicht viele Informationsblasen haben, sich kleine Zirkel absondern, isolieren. Das ist eine Sorge, die schon länger diskutiert wird, dass es gar nicht zum politischen Streit kommt, weil sich alle Meinungslager abschotten, weil man sich natürlich lieber bestätigen lässt von anderen, als sich mit anderen auseinander zu setzen. Da hat der Journalismus nach wir vor eine ganz wichtige Aufgabe für die Integration der Gesellschaft. Man hat früher vom Lagerfeuer gesprochen, das das Fernsehen dargestellt hat. Als sich die Nation vor dem Fernseher versammelt hat. Da hat man nicht nur politische Informationen bekommen, sondern gemeinsamen Gesprächsstoff gehabt, hat eine gemeinsame Wissensgrundlage gehabt. Und das sollte auch in der digitalen Welt nicht verloren gehen.

Anlass für das Interview am 22. September 2015 war das neue  Nachrichtenportal Upday von Axel Springer und Samsung, das als wegweisend eingeschätzt wird. Upday kombiniert redaktionell aufbereitete und personalisiert gefilterte Inhalte.

Zum Thema Filterblase siehe auch Internet: Personalisierung – die neuen Gate-Keeper erzeugen gefährliche #Filter-Blasen

 

Written by Östermann

5. Dezember 2015 at 14:21

Das Unbehagen an der digitalen Welt (1): Bahnfahren und digitale Dialektik

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In der SWR2 Aula hat Raimund Allebrand sein Unbehagen am Bahnfahren in Zeiten des Smartphones offengelegt:

… es gibt mich gleichsam gar nicht auf dieser Strecke zwischen Köln und Bonn. Und das ist ziemlich das Gegenteil eines angenehmen Gefühls. An meiner grenzenlosen Unwichtigkeit während dieser Bahnfahrten besteht kein Zweifel. Auf einen Blickkontakt zu hoffen geschweige denn einen Wortwechsel mit anderen Reisenden, wäre wohl Übermut.

Diesen Befund hat er zum Anlass genommen, sein Verhältnis zur digitalen Medienwelt, zu ihren Botschaften und ihren damit verbundenen Emotionen zu beleuchten. 

Es besteht die technologische Option der Gleichzeitigkeit, also muss sie genutzt werden. Inhalte sind hier nebensächlich, entscheidend ist meine Teilnahme am simultanen und digitalen Datenverkehr.

Er beklagt, dass das Medium längst selbst zur Botschaft geworden sei.

Lange Zeit war das Modell von Sender und Empfänger ein fester Bestandteil nahezu jeder Medientheorie, bis es im Internet-Zeitalter obsolet wurde. Theoretisch soll zwischen dem Urheber einer Nachricht und ihrem Adressaten eine Botschaft auf den Weg kommen, die sich eines mehr oder minder schnellen Mediums bedient. Die entsprechende Auswahl wäre demnach abhängig von der Relevanz des Inhalts.

Sicherlich deutet Allebrand wichtige Probleme an, die mit der Digitalisierung verbunden sind. Wenig  hilfreich erscheint mir jedoch, den Menschen einfach zu unterstellen, dass sie fast nur Bedeutungsloses und Unnötiges austauschen.

Wer nicht gerade als Notarzt arbeitet, im Minutentakt an der Börse über Millionen entscheidet oder einen dringenden familiären Zwischenfall betreut, tätigt per Handy in der Regel einen Nachrichtenverkehr, der keineswegs notwendig ist, sondern terminlich zumeist aufschiebbar, wenn nicht ohnehin überflüssig.

Wenn wir andere beim Kommunizieren mit digitalen Medien beobachten, ist es wichtig, dass wir die Landkarte nicht mit der Landschaft verwechseln. Warum auch sollten sich die Menschen mit ihrer kommunikativen Praxis an eine Medientheorie halten, die ihre erklärende Kraft eingebüßt hat?

Wer digitale Netzwerke kontrollieren kann, besitzt ein Monopol, das der Kontrolle von Atemluft oder von sauberem Wasser gleichkommt, mit ähnlichen Konsequenzen. Selbst der Protest gegen das digitale Imperium bedient sich der Medien des Imperiums. Digitalisierung ist deshalb totalitär oder, wie man neudeutsch sagt: alternativlos. Letztere Formulierung lässt allerdings aufhorchen, denn als alternativlos galt noch vor kurzem die Rettung maroder Banken, die es verstanden, aller Welt ihre ultimative Systemrelevanz einzureden. Eines ist klar: Solange jeder mitmacht, wird der Event weitergehen.

Mit diesen pauschalen Vorurteilen kommt er nur zu einer Fundamentalkritik der Digitalisierung und der resignierten Erkenntnis, dass an ihr kein Weg vorbei geht. Ertragreicher scheint mir da der Weg über die genaue Beobachtung. Die Digitalisierung mag rein technisch „alternativlos“ daherkommen. Gleichwohl gibt es unzählige Wege, wie wir die digitalen Medien nutzen können. Wir alle haben erst angefangen, diese Wege auszuloten und lernen langsam, passende von unpassender Nutzung zu unterscheiden.

Ein spannendes Beispiel für die Beobachtung neuer Kommunikationsstile in der Netzkultur hat kürzlich Ijoma Mangold in Die Zeit am Beispiel der „Debattendynamik“ in Facebook geliefert. Was beobachtet er, nachdem ein Zeitungsartikel auf Facebook veröffentlicht worden ist:

Für einen Moment sieht es so aus, als bestünde die Welt aus Schwarz und Weiß. Über der Einheitsfront sind schrille Töne von Triumphgeheul zu hören. Das ist regelmäßig der Moment der Schubumkehr. Jemand erinnert daran, dass die gegnerische Seite auch über gute Argumente verfügt. Plötzlich fühlen sich alle dabei erwischt, es sich zu einfach gemacht zu haben. Es kommt die Phase der Nachdenklichkeit und Differenzierung. Abweichende Positionen werden in dieser Phase fair, nicht mehr als Karikaturen beschrieben. Der Autor des Ursprungspostings, dem die geschlossene Zustimmungsfront selber schon unheimlich geworden war, erläutert nun, aus welcher Denkwelt er selbst kommt, und erweist den klügsten Köpfen der Gegenposition Respekt. Er relativiert seine Position, was nichts Schmähliches ist, sondern bedeutet, dass er seine Argumente in Relation setzt zu anderen Denkschulen. Nun wird von allen Seiten eine Fülle neuer Argumente herangebracht. Die Frontverläufe sind längst unübersichtlich.

Er will damit keineswegs die Verrohung von Kommunikationsformen im Netz wegdiskutieren. Netzkommunikation, so Mangold, fördere die Enthemmung der Affekte.

Aber deshalb ist hier auch nicht von den Kommentarsträngen in Onlineforen die Rede, sondern von diesen eigentümlich dynamischen, hochsensiblen, hochevolutiven Teilöffentlichkeiten, die sich auf Facebook ausbilden und die anderen Gesetzen folgen.

Und er fährt fort, solche Teilöffentlichkeiten um eine ganze Reihe „netzbekannter Facebook-Hosts“ zu beschreiben. Sie verstünden es, einen Zungenschlag vorzugeben, der auf die „Threads“ abfärbt. Er sieht eine neue digitale Dialektik im Werden.

Es wird immer mehr Meinung produziert. Gegen diese Inflation hilft nur ein immer mitlaufendes Bewusstsein der Relativität. Jede Position ist eine liquide Durchgangsstation eines gemeinsamen, kollektiven Denkens. Ein einzelner Printartikel, schon weil sein Verfasser sich unvermeidlicherweise auf die Fiktion einer einzigen stabilen Meinungsidentität festlegen muss, kann diese Prozesshaftigkeit, mit der wir ein Bild der Welt zu gewinnen versuchen, nur suboptimal abbilden.

Das gilt wohl auch für einen einzelnen Beitrag im Radio.

Written by Östermann

30. Mai 2015 at 13:31

First Look Media und der hierarchiefreie #Newsroom

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First Look Media möchte den Journalismus neu erfinden – durch „Heirat eines Technologie-Unternehmens mit einem neuartigen Newsroom“. Wie das in der Praxis aussieht, kann seit kurzem mit dem neuen Online-Magazin The Intercept besichtigt werden. Glenn Greenwald, der journalistische Vordenker hinter dem ehrgeizigen Vorhaben, stellt sich den neuartigen Newsroom so vor:

We want to avoid this hierarchical, top-down structure where editors are bosses and obstacles to being published. We are trying to make it much more collaborative. Our journalists have a variety of tools to make their writing better and one of them is the editor. We also want journalists to help to hire editors.

Und er denkt natürlich daran, die „Leser“ an diesem „spirit of collaboration“ teilhaben zu lassen.

Journalism becomes ossified and corrupted where it is just a monologue, speaking down to your readers in a passive format. … I see [comments] as a vital form of accountability.

Ein weiteres Beispiel, wie Hierarchie als Innovationsbremse durch mehr Selbstverantwortung im Team und durch Vernetzung überwunden werden kann?

via

Written by Östermann

4. März 2014 at 17:25

Content vs. Channel: Aufhören, vom Kanal her zu denken – Story Circle – #socialmedia

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In der Social-Media-Welt wächst die Einsicht, dass nicht mehr der Kanal Ausgangspunkt einer medialen Inszenierung sein kann. Das passgenaue Zusammenspiel der Elemente einer Botschaft bestimmt letztlich ihre Wirkung. An dessen Anfang steht die Story. Darauf weist der Social-Media-Berater Mirko Lange in einem interessanten Blog-Beitrag hin.

Der Story Circle, den er vorstellt, zeigt anschaulich, aus welcher Vielfalt an Variablen mediale Inszenierungen heute schöpfen können.

Mit diesem Vorgehen können Sie auch die schöne (aber völlig widersinnige) Idee von der “Reduktion der Kanäle” auf den Müll schmeißen. Das höre ich immer wieder. Das ist falsch. Das Gegenteil ist der Fall! Sie müssen nicht über weniger, sie müssen über mehr Kanäle kommunizieren. Zumindest dann, wenn es die Formate hergeben. Das Problem an der Kanaldenke ist, dass man für jeden einzelnen Kanal eigenen Content entwickeln will. Und muss – natürlich, wenn man vom Kanal her denkt. Wenn Sie aber vom Content her denken, dann entwickeln sie zuerst den Content – und wenn sie ihn schon mal haben, was spricht denn dagegen, wenn sie ihn über jeden möglichen Kanal verteilen. Ihnen muss doch geradezu daran gelegen sein.

Dem ist nichts hinzuzufügen. Oder vielleicht doch, um einem möglichen Missverständnis vorzubeugen. Es wäre ein Irrtum zu glauben, dass jeder Content 1:1 zu allen Kanälen passt. Die Social-Media-Plattformen bilden ihre eigenen Kulturen heraus. Facebook tickt nunmal anders als Twitter oder Google+. Die Eigenheiten der Kanäle sollte man schon kennen, auch wenn die Story im Mittelpunkt steht.

via wyrschpartner.wordpress.com

Written by Östermann

21. Dezember 2013 at 10:49

Wo Menschen auf Informationen treffen, ist Journalismus – NetzLloyd als Beispiel einer zeitgemäßen Selbstbeschreibung

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Eine junge „Agentur für modernen Journalismus“ mit dem Namen NetzLloyd hat ihr Selbstverständnis in Worte gefasst:

Moderner Journalismus findet immer dort statt, wo Menschen auf Informationen treffen – sowohl in seiner Entstehung als auch in seiner Wahrnehmung.

Er ist frei in seiner Form und in seinen Darstellungsmitteln.
Er trägt der Tatsache Rechnung, dass sich Menschen über Themen (spontan) vernetzten.
Er initiiert und unterstützt diese sich immer neue bildenden Netzwerke durch das Hervorbringen neuer Informationen, durch Darstellen und Kuratieren von Daten und Wissen und durch Interaktion.
Moderner Journalismus nutzt alle vorhandenen technischen Möglichkeiten, alle Mittel zur Automatisierung und Datenverarbeitung und ist zugleich den traditionellen Regeln des Journalismus verpflichtet.
Aufgrund seiner Vielfältigkeit kann moderner Journalismus nur in Netzwerk basierten Organisationen entstehen.

Anspruchsvoll und zukunftsweisend. Spannend!

Written by Östermann

2. Februar 2013 at 12:17

Veröffentlicht in Innovation, Medien, Web 2.0

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