Östermanns Blog

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Sensoren (14): Der Klimawandel und die Hoffnung

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Die apokalyptischen Stimmen mehren sich, die die Annahme bezweifeln, es bleibe noch Zeit, um die Erdüberhitzung auf 1,5° oder wenigstens 2° zu begrenzen. In einem Web-Special kommt auch die Süddeutsche Zeitung zu diesem Schluss.

Das Ziel, die Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Niveau auf 1,5 Grad zu begrenzen, das Ziel, auf das sich die Weltgemeinschaft dem Pariser Abkommen nach offiziell verpflichtet hat, ist angesichts der seitdem augenscheinlichen politischen Lethargie fast illusorisch.

Was bedeutet diese Untergangsstimmung für die Bemühungen, zu ein klimafreundlichen Verhalten zu kommen? Für einen anderen Lebensstil? Für ein anderes menschliches Bewusstsein? Ist alles zwecklos? Bleibt uns nur noch, uns dem Schicksal zu fügen? Was nährt Hoffnung? Hierzu einige Stimmen, die einen Eindruck von der Bandbreite der Möglichkeiten vermitteln mögen.

Laissez-faire als Entlastung vom Handlungsdruck

Kürzlich hat sich der österreichische Essayist Wolfgang Müller-Funk in einem Kommentar in DER STANDARD mit dem „reaktualisierten apokalyptischen Narrativ“ auseinander gesetzt. Er ordnet die aktuelle Protestbewegung von Fridays for Future als „zweite ökologische Wende“ ein.

Eine Schere zwischen der Dringlichkeit zu handeln und der Zeit, die nötig wäre, unsere Lebens- und Produktionsweise nachhaltig zu verändern, tut sich auf. Schon die erste ökologische Wende operierte mit dem apokalyptischen Narrativ der drohenden Weltkatastrophe. Wenn nicht sofort etwas geschieht, droht das Ende. Damals war es der Wald, für dessen Überleben es fünf vor oder gar fünf nach zwölf war. Bekanntlich ist das Waldsterben nicht in der dramatisch prognostizierten Form eingetreten, dass es sich mit dem KIimawandel ähnlich verhält, muss man hoffen dürfen. Die Erderwärmung ist zweifelsohne von einer falschen Lebens- und Produktionsweise verursacht, aber das Klima hat sich in früheren Jahrhunderten auch ohne menschlichen Einfluss verändert. Heute sprechen zum Beispiel einige Klimaforscher von einer kommenden Eiszeit – das erschwert die Prognostik zusätzlich.

Eine Variante, mit der Dringlichkeit umzugehen: Müller-Funk verwendet Annahmen, die förmlich zur Verantwortungslosigkeit einladen. Der Mensch hat’s verursacht, aber die Erde wird’s schon richten. Da gibt es doch Wissenschaftler, die diese Annahme stützen. Belege? Fehlanzeige! Er schlägt sich auf die Seite der „nötigen Zeit“ und ignoriert jede Dringlichkeit zu handeln. Die „Komplexität der Gesellschaft“ muss dafür herhalten, sich Zeit zu lassen. Einfach abwarten, irgendwie wird sich das Problem schon lösen. Gelassenheit nennt er diese Laissez-Faire- oder Verweigerungshaltung. Man wird ja noch hoffen dürfen.

Relative Coolness, die die Menschen mobilisiert

DIE ZEIT hat kürzlich ein Essay von Johannes Schneider veröffentlicht. Er beklagt, die Menschen erkennten die Lage der Dinge nicht, weil sie zulange und zuviel Fiktion im Kino und im Fernsehen konsumiert hätten. Je dringlicher die Wissenschaft auf points of no return hinweise, je mehr werde sie den apokalyptischen Mythen und Fiktionen zwangsläufig ähnlich. Jede Prognose, die der Apokalypse ähnlich sei, werde genau durch diese Ähnlichkeit für viele unglaubwürdig. In diesem Dilemma erkennt Schneider einen Hoffnungsschimmer.

Jedes Mitglied dieser Gesellschaft kann – zumindest, wenn es den Ausgleich zwischen seinen und anderen Interessen als notwendig akzeptiert – Klimaschützerin zunächst nur für sich selbst sein. Denn Klimaschutz kann nur aus einer grundlegenden Motivation heraus geschehen wie etwa dem Respekt vor der Schöpfung, den eigenen Kindern oder schlicht der Idee, kein gewissenloses Arschloch zu sein. 

Die Hoffnung erwächst nicht aus einer Motivation, die Welt im großen Ganzen zu retten, sondern aus der Urmotivation, nach einer Maxime zu handeln, von der man wollen würde, dass sie im Großen und Ganzen zur Rettung beiträgt.

Vielleicht aber können mit der hier hergeleiteten relativen Coolness Menschen mobilisiert werden, die – auch aus Gründen der Erzählgeschichte – immun sind gegen die appellative Beschwörung von Weltuntergangsbildern. Vielleicht gelingt genau auf diese Weise ein Aufschub für das Wunder, das – auch davon künden die großen Erzählungen – immer noch kommen kann.

Auch in diesem Beispiel ist es eine Form der Gelassenheit, allerdings ohne die Angst zu verdrängen oder zu relativieren. Die Hoffnung erwächst hier aus einer Art von Tiefenwirkung, die die Menschen zu tiefgreifenden Verhaltensänderungen bringen könnte und so das Wunder ermögliche.

„Vernunft der Krise“

Kürzlich hat sich Peter Graf Kielmannsegg in der FAZ über die drohende Apokalypse der Erdüberhitzung aus der Sicht der Politik, der Demokratie und der offenen Gesellschaft Gedanken gemacht. Ihn beschäftigt u.a. die Frage, ob die Demokratie angesichts der überwältigen Dimension der Aufgabe durch eine „Öko-Diktatur“ abgelöst werden sollte.

Wie soll man sich angesichts der unauflöslich dichten Verflechtung aller Politikbereiche miteinander eine auf das ökologische Segment beschränkte Diktatur vorstellen? Und wie soll Machtmissbrauch verhindert werden, wenn die diktatorische Macht nicht sektoral beschränkt wird? Welche Erfahrung spricht eigentlich dafür, dass Diktatoren ihre Handlungsmacht verantwortungsbewusster, zukunftsorientierter nutzen würden als Politiker der Demokratie?

Es bleibe nur die Chance, die die Demokratie uns eröffne. Die zivisatorische Wende könne nur mit der Einsicht vieler gelingen. Nirgends sei die Hoffnung, dass sich die Einsicht rechtzeitig durchsetzt, größer als in offenen Gesellschaften.

Er schließt mit einem Hoffnungsschimmer, der aus einer „Vernunft der Krise“ erwachse. Der Begriff ist von Hubert Markl kurz vor dem Umweltgipfel 1992 geprägt worden.

Die Vernunft der Krise hat nichts Panisches. Sie ist Vernunft, Vernunft, die den Ernst der Stunde begriffen hat und sich, immer lernbereit, der Herausforderung mit äußerster Konzentration und allen ihr eigenen Kräften stellt.

Graf Kielmannsegg sieht diese Vernunft wachsen. Die ersten Schritte eines Lernprozesses seien getan.

Sich aus der Schockstarre befreien

Der Norwegische Psychologe Per Espen Stoknes beschäftigt sich in diesem TED-Video mit der „Apokalypse-Müdigkeit“. Er unterscheidet fünf Reflexe, wie Menschen auf erschreckende oder bedrohliche Nachrichten reagieren, wie sie auf Distanz gehen, sich die Apokalypse förmlich vom Leib halten und jedes Engagement für den Klimaschutz im Keim ersticken: Ohnmachtsgefühle, Vermeidung von Angst auslösenden schicksalhaften Nachrichten, schlechtes Gewissen z.B. beim Autofahren oder Fliegen, das Thema leugnen oder vermeiden, und schließlich persönliche Werte, die Fakten übertrumpfen, wenn die eigene Identität bedroht scheint.

Diese Spielarten der Distanzierung lassen sich, so seine Botschaft, in Engagement verwandeln. Man kann z.B. dafür sorgen, dass sich Klimaschutz vertraut und persönlich anfühlt. Wenn z.B. Freunde oder Nachbarn Solarpanel auf dem Dach installieren, fällt es leichter, es auch zu tun. Wir können die Vorteile klimafreundlichen Verhaltens in den Vordergrund rücken, z.B. sind Burger ohne Fleisch gesünder. Auch Nudging ist für Stoknes eine Möglichkeit, klimafreundliches Verhalten zu befördern. Die Lebensmittelverschwendung lässt sich z.B. in Kantinen durch kleinere Teller reduzieren. Und schließlich empfiehlt er, Geschichten zu verbreiten, die die Richtung erkennen lassen. So ließe sich etwa konkret über die Atemluft statt abstrakt über das Klima sprechen, über die dünne Membran, die die blauen Ozeane mit dem unendlichen Weltall verbindet. In dieser dünnen Haut sind wir alle eng miteinander verbunden. In ihr wird alles Leben genährt und erhalten. Sie füllt mit den Wolken und dem Regen die Flüsse und gießt die Wälder.

The new Psychology of climate action lies in letting go, not of science, but of the chrutches of abstractions and doomism, and then choosing the new stories.

Die andere Hoffnung

Der amerikanische Schriftsteller Jonathan Franzen hat kürzlich in einem Beitrag für den NewYorker ebenfalls den Gedanken durchgespielt, die Klimakatastrophe mit ihren schrecklichen Folgen sei unausweichlich.

If you’re younger than sixty, you have a good chance of witnessing the radical destabilization of life on earth—massive crop failures, apocalyptic fires, imploding economies, epic flooding, hundreds of millions of refugees fleeing regions made uninhabitable by extreme heat or permanent drought. If you’re under thirty, you’re all but guaranteed to witness it.

Was tun? Hoffen, dass die Katastrophe noch vermeidbar ist? Oder die Situation akzeptieren? Franzen plädiert klar für die zweite Option. Es ist jedoch keineswegs Resignation, die ihn treibt. Er sieht die Chance, zu einer anderen, einer erneuerten Form der Hoffnung zu kommen.

Franzen bringt das Problem auf den Punkt mit dem Zitat von Franz Kafka: „Es gibt unendlich viel Hoffnung in der Welt – außer für uns.“ Ihm scheint, als treffe die Umkehrung dieses Zitats gleichermaßen zu: „Es gibt keine Hoffnung in der Welt – außer für uns.“ Wer sich um das Leben auf der Erde sorge, habe nur zwei Möglichkeiten. Die Hoffnung unerschütterlich aufrecht erhalten, die Katastrophe sei noch abzuwenden – und immer mehr Frust über die Untätigkeit der Welt anzusammeln. Oder das kommende Unglück akzeptieren und neu zu denken, was Hoffnung bedeuten könnte.

Das Leugnen der unglücklichen Zukunftsaussicht sei, so Franzen, psychologisch nachvollziehbar.

Given a choice between an alarming abstraction (death) and the reassuring evidence of my senses (breakfast!), my mind prefers to focus on the latter. … Climate apocalypse … is messy. It will take the form of increasingly severe crises compounding chaotically until civilization begins to fray. Things will get very bad, but maybe not too soon, and maybe not for everyone. Maybe not for me.

Mit Blick auf die Politik, die riesige Mengen Geld, z.B. für Biogasanlagen, verschwende und damit die Abholzung der Regenwälder in Indonesien finanziere, mit Blick auf die Energiewirtschaft, z.B. die vielen geplanten und im Bau befindlichen Kohlekraftwerke, auf die vielen Menschen, die z.B. Nachrichten als fake news leugneten und Klimaschutzmaßnahmen bekämpften – sei es für ihn unmöglich, auch nur ein Szenario zu erkennen, wie das Zwei-Grad-Ziel erreicht werden könnte. Umfragen zeigten, dass er mit dieser Schlussfolgerung nicht alleine sei. Nur die Medien zögerten, sie zu veröffentlichen.

Was könnte passieren, wenn wir uns wechselseitig die Wahrheit sagten? Er teilt die Auffassung mancher Aktivisten nicht, dass dies Menschen entmutigen könnte, überhaupt etwas zu unternehmen. Allein wenn menschliches Handeln das Tempo des Klimawandels auch nur ein wenig reduziere, lohne es sich. Sogar wenn keine Wirkung zu erwarten wäre, lohnten sich Klimaschutzmaßnahmen.

To fail to conserve a finite resource when conservation measures are available, to needlessly add carbon to the atmosphere when we know very well what carbon is doing to it, is simply wrong. Although the actions of one individual have zero effect on the climate, this doesn’t mean that they’re meaningless. Each of us has an ethical choice to make. … I can respect the planet, and care about the people with whom I share it, without believing that it will save me.

Wenn wir glauben, dass das Zwei-Grad-Ziel noch erreichbar ist, bestehe die Gefahr, dass wir uns selbstgenügsam damit zufrieden geben, grüne Kandidaten zu wählen, mit dem Rad zur Arbeit zu fahren und auf Flüge zu verzichten. Erst wenn wir die Wahrheit akzeptieren, so Franzen, erkennen wir, dass weit mehr zu tun ist. Ganz andere Maßnahmen gewinnen an Bedeutung.

In times of increasing chaos, people seek protection in tribalism and armed force, rather than in the rule of law, and our best defense against this kind of dystopia is to maintain functioning democracies, functioning legal systems, functioning communities. In this respect, any movement toward a more just and civil society can now be considered a meaningful climate action. Securing fair elections is a climate action. Combatting extreme wealth inequality is a climate action. Shutting down the hate machines on social media is a climate action. Instituting humane immigration policy, advocating for racial and gender equality, promoting respect for laws and their enforcement, supporting a free and independent press, ridding the country of assault weapons—these are all meaningful climate actions. To survive rising temperatures, every system, whether of the natural world or of the human world, will need to be as strong and healthy as we can make it.

Franzen plädiert für ein ausgewogenes Spektrum von Hoffnungen. Mehr im Lokalen handeln. Erhalten, was uns wichtig ist, eine Gemeinschaft, eine Institution, ein Stück Natur, eine bedrohte Tier- oder Pflanzenart. Wichtig sind solche Handlungen nicht, um sich vor einer heissen Zukunft schützen, sondern weil sie heute gut sind.

As long as you have something to love, you have something to hope for.

Written by Östermann

17. September 2019 at 21:52

Manifeste (1): Das digitale Manifest

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Der Wahlkampf für die Bundestagswahl 2017 hat die klaffende Lücke deutlich gezeigt, die sich zwischen dem gelebten und dem notwendigen gesellschaftlichen Diskurs über die Folgen der Digitalisierung auftut. Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von Initiativen, die versuchen, eine breite Debatte über die Beziehung von Mensch und Technik und über Spielräume zur Gestaltung gesellschaftlicher Rahmenbedingungen anzustoßen. Eine Form, den grundlegenden Diskurs zu führen, sind Manifeste und Thesen. Ein Beispiel hat vor einigen Jahren etwa  Dirk Baecker mit seinen 22 Thesen zur nächsten Gesellschaft beigesteuert. In diesem Blog werde ich in nächster Zeit immer wieder auf grundlegende Äußerungen der Zivilgesellschaft hinweisen.

Einen gemeinsamen Appell zur Sicherung der Freiheit und Demokratie haben neun Wissenschaftler und Experten 2015 vorgelegt. Sie sehen die Gesellschaft am Scheideweg. Auch zwei Jahre nach Veröffentlichung scheint es so, als ob die Diagnose unverändert zutrifft:  Es entwickelt sich alles in Richtung eines Feudalismus 2.0. Für eine Kurskorrektur in Richtung Demokratie 2.0 fordern die Autoren des Manifests die Einhaltung folgender Grundprinzipien:

  1. die Funktion von Informationssystemen stärker zu dezentralisieren;
  2. informationelle Selbstbestimmung und Partizipation zu unterstützen;
  3. Transparenz für eine erhöhte Vertrauenswürdigkeit zu verbessern;
  4. Informationsverzerrungen und -verschmutzung zu reduzieren;
  5. von den Nutzern gesteuerte Informationsfilter zu ermöglichen;
  6. gesellschaftliche und ökonomische Vielfalt zu fördern;
  7. die Fähigkeit technischer Systeme zur Zusammenarbeit zu verbessern;
  8. digitale Assistenten und Koordinationswerkzeuge zu erstellen;
  9. kollektive Intelligenz zu unterstützen; und
  10. die Mündigkeit der Bürger in der digitalen Welt zu fördern – eine „digitale Aufklärung“.

Die Prinzipien sind ganz darauf ausgerichtet, die Menschenrechte in einer digitalisierten Welt zu sichern. Im Mittelpunkt steht das informationelle Selbstbestimmungsrecht, das jedem zusteht, heute jedoch massiv bedroht ist. Die Prinzipien sind realisierbar, setzen aber politische und rechtliche Rahmenbedingungen voraus. Sie lassen sich als Abwehr gegen die massive Verschiebung der Machtverhältnisse auf die wenigen, die die Algorithmen kontrollieren, lesen. Sie lassen sich aber auch – und das scheint mir wesentlich – als Hinweis lesen, welche Anknüpfungspunkte es gibt, gemeinsam eine digitale Zivilgesellschaft zu formen, die auf verteilte Macht nach demokratischen Prinzipien setzt.

Im Kern geht es um eine Alternative zur Verhaltenssteuerung durch Algorithmen und künstliche Intelligenz. Dirk Helbing – einer der Autoren des Manifests – hat hierzu ausführlich dargelegt, weshalb dieses „Big Nudging“ – das auf ein veraltetes wissenschaftliches Konzept, den Behaviorismus, setzt – zum Scheitern verurteilt ist.

Obwohl bereits 90 Länder Nudging verwenden, haben die gesellschaftlichen Probleme nicht abgenommen. Im Gegenteil. Die Klimaerwärmung schreitet ungebremst voran. Der Weltfrieden ist brüchig geworden und die Sorge vor Terrorismus allgegenwärtig. Cyberkriminalität explodiert, und auch die Wirtschafts- und Schuldenkrise ist vielerorts immer noch ungelöst.

Den Vertretern einer solchen Verhaltenssteuerung fehlt das Verständnis für komplexitätsbedingte Probleme. Es ist weder klar, was gut oder schlecht für die Gesellschaft ist, noch gibt es keine Maßnahme, die für alle Menschen gut wäre.

Die heute angewandten Big-Data-basierten Personalisierungsverfahren schaffen vielmehr das Problem zunehmender Diskriminierung.

In einem komplexen System wie der Gesellschaft führt die Verbesserung in einem Bereich fast zwangsläufig zu einer Verschlechterung in einem anderen. So können sich großflächige Eingriffe leicht als schwerwiegende Fehler erweisen.

Die Autoren deuten eine Fülle an Lösungsansätzen an, die geeignet erscheinen, die Errungenschaften der Demokratie, allen voran Pluralismus und Vielfalt, auch in der digitalen Welt zu erhalten.

Die Lösung der Zukunft lautet kollektive Intelligenz: Citizen Science, Crowd Sourcing und Online-Diskussionsplattformen sind […] eminent wichtige neue Ansätze, um mehr Wissen, Ideen und Ressourcen nutzbar zu machen.

 

Written by Östermann

5. November 2017 at 11:00

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