Östermanns Blog

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Die wichtigsten Megatrends – Z-Punkt

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Zur Bedeutung der Arbeit mit Megatrends in der unübersichtlichen Welt siehe auch Megatrends – Pläne für eine unplanbare Welt

Written by Östermann

5. Januar 2013 at 16:53

Megatrends – Pläne für eine unplanbare Welt – gdi über die #trendforschung

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Die Gründe für die wachsende Unzuverlässigkeit von Zukunftsprognosen sind:

  • Die Schere zwischen dem, was wir wissen müssten und dem, was wir mental und emotional verarbeiten können, öffnet sich immer weiter. Das Unverständliche wächst schneller als das Verständliche.
  • Mit steigender Komplexität und Dynamik eines Systems sinkt seine Vorhersehbarkeit. Die wachsende Zahl der Faktoren und ihre Wechselwirkungen, die zukünftige Entwicklungen beeinflussen, machen eine abschliessende Analyse praktisch unmöglich.
  • Mehr Information führt zu mehr Konfusion. Zu viel Information verwirrt die Entscheidungssysteme, auf jede Expertise folgt eine Gegenexpertise.

Als sicher gilt einzig, dass die Unsicherheit ständig wächst, die Welt ein unberechenbarerer Ort wird – und damit auch der Bedarf an Trendanalysen. Neuerdings ist das Ziel der Trendforschung nicht mehr, möglichst präzise einzelne Ereignisse vorherzusagen. Viel eher geht es darum, zu wissen, was möglich wird. Arthur C. Clark, der berühmte Science Fiction Autor und Technologie-Visionär, betonte bereits 1964 in einem BBC-Interview, dass die Kunst der Prognostik vor allem darin besteht, das Unmögliche zu Denken. Denn alle Prognosen, die uns als vernünftig und plausibel erscheinen, erwiesen sich höchstwahrscheinlich als falsch, und solche, die uns als total unrealistisch erscheinen, glaubt keiner: «Any believable prediction will be wrong. Any correct prediction will be unbelievable.» So führt gerade der Versuch, Trendforschung stärker an der Praxis zu orientieren und konkrete Handlungsanweisungen zu vermitteln, paradoxerweise dazu, dass sie den Anschluss an ihren Forschungsgegenstand verliert und ihre Voraussagekraft abnimmt.

via gdi.ch

Die Spannung von Trend und Gegentrend ist es, die den Menschen seit jeher fasziniert. Deshalb plädiert das gdi dafür, Pläne für die Zukunft mit Megatrends zu versuchen. Denn sie helfen uns, die Möglichkeiten zu erkennen, die sich in der Zukunft auftun.

Written by Östermann

23. Juni 2012 at 11:46

Veröffentlicht in Gesellschaft, Zukunft

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Systemische Risiken: Szenarien sind besser als Worst-Case-Betrachtungen | KPMG-Interview | CH

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Prof. Kröger: Das Denken in Szenarien ist auf jeden Fall besser als das Beiziehen der berühmten «Worst Cases». Denn oft ist es gar nicht möglich, den «Schlimmsten Fall» zu identifizieren. Zudem vermitteln solche Fallstudien den Eindruck, dass ein Ereignis beim Eintreten genau so ablaufen wird, wie man sich das ausdenkt. Doch die Erfahrung zeigt, dass der Worst Case eben genau nicht voraussehbar ist. Szenarien stellen jedoch keinen Blick in die Zukunft dar, sondern zeigen einen möglichen Weg auf, basierend auf plausiblen Erfahrungswerten.

Lukas Gubler: In der Entwicklung von möglichen Szenarien kommt es sehr stark auf das Sensorium der Organisation an, relevante Veränderungen im Umfeld der Organisation zu erkennen. Hier liegt der Schlüssel im Kollektiv. Das heisst, die Informationsflüsse im Unternehmen wie auch die Transparenz der zur Verfügung stehenden Daten und Fakten müssen offen sein. Die Firma soll vom Sensorium jedes einzelnen Mitarbeitenden profitieren können.

via kpmg.com (Hinweis: Das Interview ist im Netz leider nicht mehr verfügbar)

Written by Östermann

17. Mai 2012 at 14:19

Veröffentlicht in Strategie, Zukunft

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Das Henne-Ei-Problem nachhaltiger Stadtentwicklung – Dieter Spath bei SWR2 Aula

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Man steigt morgens in sein Elektromobil, das man sich mit anderen teilt, und fährt zur Arbeit, währenddessen kann mit man seinem Smartphone noch Lebensmittel bestellen oder ausfindig machen, wo gerade der Sohn herumspaziert. Dann arbeitet man in einem fast vollständig digitalisierten Büro, das sich in einem absolut ökologisch effizienten Gebäude befindet.

So ungefähr stellt sich Dieter Spath vom Fraunhofer Institut für Arbeitswissenschaft und Organisation (FhG IAO) den Alltag in der Stadt der Zukunft vor. In einem Beitrag der SWR2 Aula vom 1.1.2012 schildert er, was derzeit getan wird, um die vielen Fragen auf dem Weg dorthin zu klären. Besonders das Henne-Ei-Problem hemme oft die weichenstellenden Investitionen. Jeder warte auf den anderen.  

Die Stadtoberen investieren nicht, weil sie nicht wissen, ob ihre Projekte auch genutzt werden, Industrieunternehmen entwickeln nicht, weil sie nicht wissen, ob der Markt für ihre Produkte kommen wird, die Infrastruktur wird nicht gebaut, weil man nicht weiß, ob sich die Industrie entwickelt und so geht dieses Spiel im Kreis herum. 

Die Wurzel dieses Übels liegt darin, dass wir es mit extrem unterschiedlich langen Lebenszyklen dieser einzelnen Elemente zu tun haben. Stadtstrukturen sind zum Teil über 100 Jahre alt. Wir können sie zurückverfolgen auf alten Fotos, sie haben schon zu Zeiten existiert, als unsere Großväter noch nicht gelebt haben. Während die Dinge, über die wir jetzt diskutieren: mobiles Internet, Mobilitätsdienstleistungen, Ladeinfrastrukturen, Elektromobilität und Ähnliches, kurzzyklische Dinge sind mit Produktlebenszyklen von wenigen Monaten bis wenigen Jahren.  

Wenn man Spath folgt, wird der Durchbruch nur gelingen, wenn Planung und Design neuer städtischer Umgebungen gemeinsam mit den Menschen vorangetrieben wird. Die Informationstechnik macht es möglich, bei der Bürgerkommunikation verstärkt mit Visualisierungen zu arbeiten. 

Der Beitrag steht bei SWR2 zum Nachhören oder zum Nachlesen bereit. 

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3. Januar 2012 at 14:17

Veröffentlicht in Nachhaltigkeit, Zukunft

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Netzwerkgesellschaft und Anpassungsträgheit – Peter Wippermann

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Die Arbeitswelt zeigt am deutlichsten die Entwicklung hin zur Netzwerkgesellschaft, so der Trendforscher Peter Wippermann im Radiointerview bei SWR1 Leute. Abzulesen an der zunehmenden Verschränkung von Privatzeit und Arbeitszeit, an mehr Eigeninitiative und Verantwortung für den Einzelnen und daran, dass die Menschen mehr an dem gemessen werden, was rauskommt. Und weiter: Die spontane Zusammenkunft, z.B. Smart Mobs, werde als Organisationsform nicht nur unsere Gesellschaft, sondern auch unsere Wirtschaft verändern. In der technologisch getriebenen Netzwerkgesellschaft könne man davon ausgehen, dass jeder zwei Identitäten habe, eine reale und eine aus Daten. Das Internet-Protokoll sehe 650 Billiarden Internet-Adressen pro Quadratmillimeter vor. „Wir müssen in der virtuellen Welt präsent sein, um Zugang zu Arbeitsplätzen, zu Wahlen, zu Gesundheitsleistungen zu haben.“
Das Interview zum Nachhören gibt’s bei http://www.swr.de/swr1/bw/programm/leute/-/id=1895042/nid=1895042/did=8807014…
Beunruhigend, diese Aussichten. Wippermann weist aber auch darauf, dass erste Gegenbewegungen zu beobachten sind. Auch wenn kein Weg an der Netzwerkgesellschaft vorbei zu führen scheint, so ist auch klar, dass die Menschen gerade erst anfangen, Erfahrungen mit allgegenwärtigen Netz zu sammeln und es als Lebenswelt zu gestalten. Die Netztechnologie entwickelt sich eben schneller als die „anpassungsträge“ Gesellschaft.

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17. November 2011 at 20:59

Das ganze Leben online – Sven Gábor Jánzsky bei der SWR2 Aula

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Der Fernsehmonitor wird in der Tapete integriert sein. Der Couchtisch ist mit einer iPad-ähnlichen Tischplatte ausgestattet. Was macht der Tisch, wenn ich einen Joghurt-Becher mit Erdbeer-Geschmack draufstelle? Er registriert das und merkt sich, was mir besonders gut schmeckt. Die Zeitung der Zukunft ist aus verschiedenen Zeitungen zusammengestellt, nach meinen persönlichen Schlagworten, ganz persönlich morgens im Briefkasten. Wir zappen nicht mehr. Denn TV-Programme sind keine 24-Stunden-Programme mehr. In der Fernbedienung ist eine Software drin, die mir mein ganz persönliches Programm nach meinen Vorlieben zusammenstellt. Das Internet hat nichts mehr mit dem Computer zu tun. Es ist in jedem Gerät, weil Chips überall eingebaut werden können.

So beschreibt der Trendforscher Sven Gábor Jánszky das Wohnzimmer 2020 in einem Beitrag zur SWR2 Aula, in dem er uns die Lebenswelt 2020 vorstellt, wie sie aussehen kann – vorausgesetzt, wir wollen das so. Er findet gute Gründe, weshalb wir uns darauf einstellen sollten. Denn es hat ein Umdenken eingesetzt, z.B. beim Datenschutz. Der Datenschutz der Zukunft wird die persönlichen Daten nicht mehr in erster Linie vor dem Staat schützen. Er wird dazu beitragen, dass die Menschen ihre Daten veröffentlichen können, ohne ihre eigene Souveränität zu verlieren.

Written by Östermann

1. November 2010 at 17:47

Veröffentlicht in Web 2.0

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Eine Stadt als Zukunftswerkstatt – T-City

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Mobiles Arbeiten, die komplette Haussteuerung über das iPad, Media-Hotel, bargeldloses Zahlen, medizinische Betreuung für Herzkranke, die die einheitliche Behördenrufnummer 115 – kaum ein Thema lässt die Telekom in ihrem Kooperationsprojekt T-City mit der Stadt Friedrichshafen aus. Wie sich durch neueste Informations- und Netzwerktechnik die Lebensqualität steigern lässt, das wollen die Akteure wissen.

Auch wenn von den mittlerweile schon über 30 Projekten vermutlich nur wenige überleben werden, so lässt der Feldversuch erahnen, wie wenige Endgeräte nach und nach unseren Alltag umkrempeln werden. Und die Nutzer werden dafür sorgen, dass sich die Spreu vom Weizen trennt.

Written by Östermann

22. Juli 2010 at 15:54

Veröffentlicht in Technologie, Zukunft

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