Östermanns Blog

Organisation und Unternehmensführung im Wandel, Handeln unter den Bedingungen des Klimawandels, Strategie, Medienwandel, Digitale Transformation, Arbeit der Zukunft, Komplexität, nächste Gesellschaft

Posts Tagged ‘Kommunikation

Sensoren (14): Der Klimawandel und die Hoffnung

with one comment

Die apokalyptischen Stimmen mehren sich, die die Annahme bezweifeln, es bleibe noch Zeit, um die Erdüberhitzung auf 1,5° oder wenigstens 2° zu begrenzen. In einem Web-Special kommt auch die Süddeutsche Zeitung zu diesem Schluss.

Das Ziel, die Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Niveau auf 1,5 Grad zu begrenzen, das Ziel, auf das sich die Weltgemeinschaft dem Pariser Abkommen nach offiziell verpflichtet hat, ist angesichts der seitdem augenscheinlichen politischen Lethargie fast illusorisch.

Was bedeutet diese Untergangsstimmung für die Bemühungen, zu ein klimafreundlichen Verhalten zu kommen? Für einen anderen Lebensstil? Für ein anderes menschliches Bewusstsein? Ist alles zwecklos? Bleibt uns nur noch, uns dem Schicksal zu fügen? Was nährt Hoffnung? Hierzu einige Stimmen, die einen Eindruck von der Bandbreite der Möglichkeiten vermitteln mögen.

Laissez-faire als Entlastung vom Handlungsdruck

Kürzlich hat sich der österreichische Essayist Wolfgang Müller-Funk in einem Kommentar in DER STANDARD mit dem „reaktualisierten apokalyptischen Narrativ“ auseinander gesetzt. Er ordnet die aktuelle Protestbewegung von Fridays for Future als „zweite ökologische Wende“ ein.

Eine Schere zwischen der Dringlichkeit zu handeln und der Zeit, die nötig wäre, unsere Lebens- und Produktionsweise nachhaltig zu verändern, tut sich auf. Schon die erste ökologische Wende operierte mit dem apokalyptischen Narrativ der drohenden Weltkatastrophe. Wenn nicht sofort etwas geschieht, droht das Ende. Damals war es der Wald, für dessen Überleben es fünf vor oder gar fünf nach zwölf war. Bekanntlich ist das Waldsterben nicht in der dramatisch prognostizierten Form eingetreten, dass es sich mit dem KIimawandel ähnlich verhält, muss man hoffen dürfen. Die Erderwärmung ist zweifelsohne von einer falschen Lebens- und Produktionsweise verursacht, aber das Klima hat sich in früheren Jahrhunderten auch ohne menschlichen Einfluss verändert. Heute sprechen zum Beispiel einige Klimaforscher von einer kommenden Eiszeit – das erschwert die Prognostik zusätzlich.

Eine Variante, mit der Dringlichkeit umzugehen: Müller-Funk verwendet Annahmen, die förmlich zur Verantwortungslosigkeit einladen. Der Mensch hat’s verursacht, aber die Erde wird’s schon richten. Da gibt es doch Wissenschaftler, die diese Annahme stützen. Belege? Fehlanzeige! Er schlägt sich auf die Seite der „nötigen Zeit“ und ignoriert jede Dringlichkeit zu handeln. Die „Komplexität der Gesellschaft“ muss dafür herhalten, sich Zeit zu lassen. Einfach abwarten, irgendwie wird sich das Problem schon lösen. Gelassenheit nennt er diese Laissez-Faire- oder Verweigerungshaltung. Man wird ja noch hoffen dürfen.

Relative Coolness, die die Menschen mobilisiert

DIE ZEIT hat kürzlich ein Essay von Johannes Schneider veröffentlicht. Er beklagt, die Menschen erkennten die Lage der Dinge nicht, weil sie zulange und zuviel Fiktion im Kino und im Fernsehen konsumiert hätten. Je dringlicher die Wissenschaft auf points of no return hinweise, je mehr werde sie den apokalyptischen Mythen und Fiktionen zwangsläufig ähnlich. Jede Prognose, die der Apokalypse ähnlich sei, werde genau durch diese Ähnlichkeit für viele unglaubwürdig. In diesem Dilemma erkennt Schneider einen Hoffnungsschimmer.

Jedes Mitglied dieser Gesellschaft kann – zumindest, wenn es den Ausgleich zwischen seinen und anderen Interessen als notwendig akzeptiert – Klimaschützerin zunächst nur für sich selbst sein. Denn Klimaschutz kann nur aus einer grundlegenden Motivation heraus geschehen wie etwa dem Respekt vor der Schöpfung, den eigenen Kindern oder schlicht der Idee, kein gewissenloses Arschloch zu sein. 

Die Hoffnung erwächst nicht aus einer Motivation, die Welt im großen Ganzen zu retten, sondern aus der Urmotivation, nach einer Maxime zu handeln, von der man wollen würde, dass sie im Großen und Ganzen zur Rettung beiträgt.

Vielleicht aber können mit der hier hergeleiteten relativen Coolness Menschen mobilisiert werden, die – auch aus Gründen der Erzählgeschichte – immun sind gegen die appellative Beschwörung von Weltuntergangsbildern. Vielleicht gelingt genau auf diese Weise ein Aufschub für das Wunder, das – auch davon künden die großen Erzählungen – immer noch kommen kann.

Auch in diesem Beispiel ist es eine Form der Gelassenheit, allerdings ohne die Angst zu verdrängen oder zu relativieren. Die Hoffnung erwächst hier aus einer Art von Tiefenwirkung, die die Menschen zu tiefgreifenden Verhaltensänderungen bringen könnte und so das Wunder ermögliche.

„Vernunft der Krise“

Kürzlich hat sich Peter Graf Kielmannsegg in der FAZ über die drohende Apokalypse der Erdüberhitzung aus der Sicht der Politik, der Demokratie und der offenen Gesellschaft Gedanken gemacht. Ihn beschäftigt u.a. die Frage, ob die Demokratie angesichts der überwältigen Dimension der Aufgabe durch eine „Öko-Diktatur“ abgelöst werden sollte.

Wie soll man sich angesichts der unauflöslich dichten Verflechtung aller Politikbereiche miteinander eine auf das ökologische Segment beschränkte Diktatur vorstellen? Und wie soll Machtmissbrauch verhindert werden, wenn die diktatorische Macht nicht sektoral beschränkt wird? Welche Erfahrung spricht eigentlich dafür, dass Diktatoren ihre Handlungsmacht verantwortungsbewusster, zukunftsorientierter nutzen würden als Politiker der Demokratie?

Es bleibe nur die Chance, die die Demokratie uns eröffne. Die zivisatorische Wende könne nur mit der Einsicht vieler gelingen. Nirgends sei die Hoffnung, dass sich die Einsicht rechtzeitig durchsetzt, größer als in offenen Gesellschaften.

Er schließt mit einem Hoffnungsschimmer, der aus einer „Vernunft der Krise“ erwachse. Der Begriff ist von Hubert Markl kurz vor dem Umweltgipfel 1992 geprägt worden.

Die Vernunft der Krise hat nichts Panisches. Sie ist Vernunft, Vernunft, die den Ernst der Stunde begriffen hat und sich, immer lernbereit, der Herausforderung mit äußerster Konzentration und allen ihr eigenen Kräften stellt.

Graf Kielmannsegg sieht diese Vernunft wachsen. Die ersten Schritte eines Lernprozesses seien getan.

Sich aus der Schockstarre befreien

Der Norwegische Psychologe Per Espen Stoknes beschäftigt sich in diesem TED-Video mit der „Apokalypse-Müdigkeit“. Er unterscheidet fünf Reflexe, wie Menschen auf erschreckende oder bedrohliche Nachrichten reagieren, wie sie auf Distanz gehen, sich die Apokalypse förmlich vom Leib halten und jedes Engagement für den Klimaschutz im Keim ersticken: Ohnmachtsgefühle, Vermeidung von Angst auslösenden schicksalhaften Nachrichten, schlechtes Gewissen z.B. beim Autofahren oder Fliegen, das Thema leugnen oder vermeiden, und schließlich persönliche Werte, die Fakten übertrumpfen, wenn die eigene Identität bedroht scheint.

Diese Spielarten der Distanzierung lassen sich, so seine Botschaft, in Engagement verwandeln. Man kann z.B. dafür sorgen, dass sich Klimaschutz vertraut und persönlich anfühlt. Wenn z.B. Freunde oder Nachbarn Solarpanel auf dem Dach installieren, fällt es leichter, es auch zu tun. Wir können die Vorteile klimafreundlichen Verhaltens in den Vordergrund rücken, z.B. sind Burger ohne Fleisch gesünder. Auch Nudging ist für Stoknes eine Möglichkeit, klimafreundliches Verhalten zu befördern. Die Lebensmittelverschwendung lässt sich z.B. in Kantinen durch kleinere Teller reduzieren. Und schließlich empfiehlt er, Geschichten zu verbreiten, die die Richtung erkennen lassen. So ließe sich etwa konkret über die Atemluft statt abstrakt über das Klima sprechen, über die dünne Membran, die die blauen Ozeane mit dem unendlichen Weltall verbindet. In dieser dünnen Haut sind wir alle eng miteinander verbunden. In ihr wird alles Leben genährt und erhalten. Sie füllt mit den Wolken und dem Regen die Flüsse und gießt die Wälder.

The new Psychology of climate action lies in letting go, not of science, but of the chrutches of abstractions and doomism, and then choosing the new stories.

Die andere Hoffnung

Der amerikanische Schriftsteller Jonathan Franzen hat kürzlich in einem Beitrag für den NewYorker ebenfalls den Gedanken durchgespielt, die Klimakatastrophe mit ihren schrecklichen Folgen sei unausweichlich.

If you’re younger than sixty, you have a good chance of witnessing the radical destabilization of life on earth—massive crop failures, apocalyptic fires, imploding economies, epic flooding, hundreds of millions of refugees fleeing regions made uninhabitable by extreme heat or permanent drought. If you’re under thirty, you’re all but guaranteed to witness it.

Was tun? Hoffen, dass die Katastrophe noch vermeidbar ist? Oder die Situation akzeptieren? Franzen plädiert klar für die zweite Option. Es ist jedoch keineswegs Resignation, die ihn treibt. Er sieht die Chance, zu einer anderen, einer erneuerten Form der Hoffnung zu kommen.

Franzen bringt das Problem auf den Punkt mit dem Zitat von Franz Kafka: „Es gibt unendlich viel Hoffnung in der Welt – außer für uns.“ Ihm scheint, als treffe die Umkehrung dieses Zitats gleichermaßen zu: „Es gibt keine Hoffnung in der Welt – außer für uns.“ Wer sich um das Leben auf der Erde sorge, habe nur zwei Möglichkeiten. Die Hoffnung unerschütterlich aufrecht erhalten, die Katastrophe sei noch abzuwenden – und immer mehr Frust über die Untätigkeit der Welt anzusammeln. Oder das kommende Unglück akzeptieren und neu zu denken, was Hoffnung bedeuten könnte.

Das Leugnen der unglücklichen Zukunftsaussicht sei, so Franzen, psychologisch nachvollziehbar.

Given a choice between an alarming abstraction (death) and the reassuring evidence of my senses (breakfast!), my mind prefers to focus on the latter. … Climate apocalypse … is messy. It will take the form of increasingly severe crises compounding chaotically until civilization begins to fray. Things will get very bad, but maybe not too soon, and maybe not for everyone. Maybe not for me.

Mit Blick auf die Politik, die riesige Mengen Geld, z.B. für Biogasanlagen, verschwende und damit die Abholzung der Regenwälder in Indonesien finanziere, mit Blick auf die Energiewirtschaft, z.B. die vielen geplanten und im Bau befindlichen Kohlekraftwerke, auf die vielen Menschen, die z.B. Nachrichten als fake news leugneten und Klimaschutzmaßnahmen bekämpften – sei es für ihn unmöglich, auch nur ein Szenario zu erkennen, wie das Zwei-Grad-Ziel erreicht werden könnte. Umfragen zeigten, dass er mit dieser Schlussfolgerung nicht alleine sei. Nur die Medien zögerten, sie zu veröffentlichen.

Was könnte passieren, wenn wir uns wechselseitig die Wahrheit sagten? Er teilt die Auffassung mancher Aktivisten nicht, dass dies Menschen entmutigen könnte, überhaupt etwas zu unternehmen. Allein wenn menschliches Handeln das Tempo des Klimawandels auch nur ein wenig reduziere, lohne es sich. Sogar wenn keine Wirkung zu erwarten wäre, lohnten sich Klimaschutzmaßnahmen.

To fail to conserve a finite resource when conservation measures are available, to needlessly add carbon to the atmosphere when we know very well what carbon is doing to it, is simply wrong. Although the actions of one individual have zero effect on the climate, this doesn’t mean that they’re meaningless. Each of us has an ethical choice to make. … I can respect the planet, and care about the people with whom I share it, without believing that it will save me.

Wenn wir glauben, dass das Zwei-Grad-Ziel noch erreichbar ist, bestehe die Gefahr, dass wir uns selbstgenügsam damit zufrieden geben, grüne Kandidaten zu wählen, mit dem Rad zur Arbeit zu fahren und auf Flüge zu verzichten. Erst wenn wir die Wahrheit akzeptieren, so Franzen, erkennen wir, dass weit mehr zu tun ist. Ganz andere Maßnahmen gewinnen an Bedeutung.

In times of increasing chaos, people seek protection in tribalism and armed force, rather than in the rule of law, and our best defense against this kind of dystopia is to maintain functioning democracies, functioning legal systems, functioning communities. In this respect, any movement toward a more just and civil society can now be considered a meaningful climate action. Securing fair elections is a climate action. Combatting extreme wealth inequality is a climate action. Shutting down the hate machines on social media is a climate action. Instituting humane immigration policy, advocating for racial and gender equality, promoting respect for laws and their enforcement, supporting a free and independent press, ridding the country of assault weapons—these are all meaningful climate actions. To survive rising temperatures, every system, whether of the natural world or of the human world, will need to be as strong and healthy as we can make it.

Franzen plädiert für ein ausgewogenes Spektrum von Hoffnungen. Mehr im Lokalen handeln. Erhalten, was uns wichtig ist, eine Gemeinschaft, eine Institution, ein Stück Natur, eine bedrohte Tier- oder Pflanzenart. Wichtig sind solche Handlungen nicht, um sich vor einer heissen Zukunft schützen, sondern weil sie heute gut sind.

As long as you have something to love, you have something to hope for.

Written by Östermann

17. September 2019 at 21:52

Manifeste (12): Charta der Öffentlichen Kommunikationswissenschaft

leave a comment »

Angesichts der Bedrohungen, denen die Medienfreiheit und die öffentliche Meinungsbildung ausgesetzt sind, hat sich eine Gruppe von 77 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit einer Charta der Öffentlichen Kommunikationswissenschaft zu Wort gemeldet. Unter den Unterzeichnenden sind manch prominente Namen, die sich bisher schon bei vielen Gelegenheiten mit ihrer wissenschaftlichen Stimme in den öffentlichen Dialog über den Zustand und die Bedrohungen der Meinungsfreiheit und der Medienfreiheit einmischen, wie z.B. Petra Grimm, Hans Mathias Kepplinger, Geert Lovink, Klaus Meier, Bernhard Pörksen oder Siegfried Weischenberg. Rund 150 weitere Personen aus der Kommunikationswissenschaft haben die Charta mittlerweile unterzeichnet.

Ihr Anliegen: die Kommunikationswissenschaft zu einer „Öffentlichen“ Wissenschaft zu machen, die ihre Erkenntnisse aktiv in den gesellschaftlichen Diskurs über die Entwicklung der Medien einbringt. Wörtlich heisst es in der Präambel:

Desinformation, d.h. die bewusste Manipulation durch gezielte Falschinformation, verunsichert immer mehr Menschen. Auch in demokratischen Gesellschaften müssen Journalistinnen und Journalisten vor physischer und verbaler Gewalt geschützt werden. Politiker und Politikerinnen stellen die Medienfreiheit partiell in Frage und Journalisten und Journalistinnen werden zu Medienanlässen nur selektiv zugelassen. Auch wird die Service Public-Idee als gestaltendes Prinzip einer demokratischen Mediengesellschaft teilweise negiert.

Weitere Gründe sind: Es gilt, Standards wie mediale Glaubwürdigkeit, Verantwortung, (digitale) Mündigkeit zu stärken sowie die Bedeutung von Menschenrechten, den Schutz der Privatheit und die (informationelle) Selbstbestimmung auf die digitale Gesellschaft zu übertragen.

https://oeffentliche-kowi.org/charta/

Es sind also zum einen die Probleme einer Medienpraxis, die sich mit der breiten Verfügbarkeit medialer Möglichkeiten zeigen, zum anderen der hohe Bedarf, die Medienlandschaft in der digitalen Gesellschaft neu zu gestalten und vor allem die Grundrechte, im Sinne einer Demokratie 2.0, durchzusetzen. Gerade mit diesem Anliegen knüpft die Charta beispielsweise an die Digitalcharta oder das Digitale Manifest an, das ja ebenfalls die Verwirklichung des Grundrechts auf informationelle Selbstbestimmung in der nächsten Gesellschaft in den Blick nimmt.

Angesichts der Tragweite dieses Anliegens ist es sehr zu begrüßen, dass sich die Kommunikations- und Medienwissenschaft im öffentlichen Diskurs zu Wort meldet. Hier drei Beispiele, wie sich Unterzeichner der Charta in der Öffentlichkeit zeigen.

Bernhard Pörksen liefert ein überzeugendes Beispiel, wie sich die Kommunikations- und Medienwissenschaft in den gesellschaftlichen Diskurs einschalten kann. Er hilft nicht nur, die irritierenden Phänomene infolge der massiven Verbreitung der digitalen Medien, z.B. die Skandalisierung, einzuordnen. Er wiederholt bei vielen Gelegenheiten seinen Vorschlag, die Anstrengungen einer fundierten Medienbildung in den Schulen und in der Erwachsenenbildung zu erhöhen und journalistische Grundsätze zu einem Allgemeinwissen zu machen.

Diese Art der Präsenz entspricht in der Charta „§7 Mediale Involvierung“. Dort heisst es:

Eine Öffentliche Kommunikationswissenschaft meldet sich in öffentlichen Diskursen zu Wort, sobald Ereignisse dies nahelegen oder erfordern. Insbesondere wenn Elemente normativer Evidenz wie die Medienfreiheit tangiert oder in Frage gestellt sind (Grundsatz 3), erfolgt dieses Engagement zeitnah und reaktionsschnell.

Als weiteres Beispiel sei Geert Lovink erwähnt. Er präsentiert die wissenschaftlichen Projekte und die Erkenntnisse seines Institute of Network Cultures über Netzkulturen und deren gesellschaftliche Auswirkungen in einer breiteren Öffentlichkeit, wie hier z.B. bei der Republica 2017.

Seine Themen allein machen schon deutlich, was eine kritische Netztheorie zu leisten vermag, wenn es darum geht, die unübersichtliche Situation der sozialen Netzwerke und des Medienwandels einzuordnen. Und er scheut auch vor überraschenden Lösungsansätzen nicht zurück, wenn er z.B. vorschlägt, im Digitalen die Medien klar von den Sozialen Netzwerken zu trennen.

Noch ein Beispiel: Hans Mathias Kepplinger erläutert bei mdr.de, was eine Nachricht zu einer Nachricht macht. Auch das ein Beispiel, wie sich Kommunikationswissenschaft daran beteiligen kann, bisher in der Fachwelt verankertes Wissen, hier die Kriterien und die Prinzipien, die der Auswahl von Nachrichten in den Medien zugrunde liegt, einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Alle drei spontan ausgewählten Beispiele zeigen, wie wichtig und nützlich es ist, die Spielregeln des Medienschaffens und die Transformation der Medien mit ihren Risiken, Chancen und ihren weitreichenden Konsequenzen zu erklären. Gemessen an der Tragweite des Anliegens scheint mir für eine Öffentliche Kommunikationswissenschaft noch viel Luft nach oben vorhanden zu sein.

_____

Mehr dazu siehe
Manifeste (11): Future Public Media
Manifeste (6): Das Slow-Media-Manifest
Manifeste (2): Die Digitalcharta
Manifeste (1): Das Digitale Manifest

Written by Östermann

14. Mai 2019 at 18:05

Was gute Führung ausmacht (12): Mit Reflexion gegen die Pfadabhängigkeit 

leave a comment »

All too often a corporate innovation initiative starts and ends with a board meeting mandate to the CEO followed by a series of memos to the staff, with lots of posters, and one-day workshops. This typically creates “innovation theater” but very little innovation.

So bringt Steve Blank den Umgang mit Innovation in vielen Unternehmen auf den Punkt. Irgendwie ist allen klar, dass Innovation wichtig ist. Die gewohnten Routinen scheinen jedoch stärker und ersticken jede Initiative, etwas ganz Neues auszuprobieren, im Keim. Das Unternehmen verharrt in seiner gewohnten Routine, folgt unbeirrbar seinem vorgegeben Pfad.

Wir leben in einer Zeit, die disruptive Innovationen gewissermaßen „wie am Fließband“ hervorbringt. Traditionelle Unternehmen und etablierte  Branchen erkennen das oft sehr spät. Sie sind in der Pfadabhängigkeit gefangen. Wenn sie die Zeichen der Zeit erkennen, ist es oft zu spät. Holger Schmidt hat die Dimension dieser Entwicklung kürzlich eindrucksvoll nachgezeichnet. Beispielsweise sehen viele etablierte Unternehmen die Entwicklung zur Industrie 4.0 vorrangig durch die Brille der Kostensenkung. Sie sind damit blind für branchenfremde Akteure, die das Geschäft neu erfinden. Uber, AirBnB oder Google haben die Bedrohung für etablierte Märkte drastisch vorgeführt.

Wie die Pfadabhängigkeit dazu führt, dass etablierte Unternehmen branchenfremden Neulingen den Vortritt lassen muss, zeigt das Beispiel Porsche und Tesla.

Der Chef der Deutschen Telekom Timotheus Höttges hat kürzlich in einem Interview mit DIE ZEIT gesagt:

Wenn Sie versuchen, alten Unternehmen Innovationen zu verordnen, werden Sie feststellen, dass diese Veränderungen immer wieder abgestoßen werden. Das ist wie ein Schutzmechanismus. Ich bin überzeugt, wenn Innovation nicht aus dem mittleren Management der alten Welt eingefordert wird, wird sie nie passieren. Darum müssen wir Führungskräfte auf der mittleren Ebene nicht nur danach beurteilen, wie gut sie ihr Altgeschäft beherrschen, sondern auch danach, wie grundsätzlich sie dieses Modell infrage stellen. Europa ist sehr gut darin, bestehende Techniken und Prozesse zu verbessern. Gefragt ist aber jetzt die sogenannte disruptive Innovation. Also die neue Technik, die eine alte Technik ablöst und damit neue Wertschöpfungsketten erschafft.*

Das Problem der Pfadabhängigkeit hat der amerikanische Innovationsforscher Clayton M. Christensen schon 1997 eindrücklich beschrieben. Er sah es als „The Innovator’s Dilemma“, dass Manager gerade dadurch, dass sie ihren Job „richtig“ machen, die Überlebensfähigkeit des Unternehmens gefährden. Sie hören auf die geschätzte Kundschaft, verbessern die Produkte, bauen zusätzliche Features in die Produkte ein, schöpfen die Produktivitätsgewinne aus – und übersehen, was sich jenseits des angestammten Marktes an Chancen auftut. Wenn sich das Unwetter am Horizont zusammenbraut, ist es oft schon zu spät.

image

Wie kommt es, dass Organisationen so anfällig sind, die Zeichen der Zeit zu verkennen. Die Art und Weise, wie wir den Dingen im Alltag Sinn zuschreiben, ist ein wesentlicher Faktor, der zur Pfadabhängigkeit führt. Darauf weist Irina von Kempski in ihrem erhellenden Buch „Pfadabhängigkeit und Kommunikatives Handeln“ hin.

Sie greift das Modell der Variation (Gestaltung), Selektion und Retention auf, die Karl Weick in seinem Klassiker „Der Prozess des Organisierens“ in Anlehnung an die Evolutionstheorie auf die Sinnzuschreibung in Organisationen angewendet hat. Ausführlich und schlüssig beschreibt sie, wie eingeübte Gewohnheiten die Interaktion in Organisationen prägen und dazu führen, dass den bekannten Märkten der Vorzug gegeben wird. Es sind – verkürzt – drei Effekte, die historische Vorprägung, positive Rückkopplungen und Lock-In-Effekte, die in allen drei Phasen des Organisierens auftreten können. Wechselwirkungen zwischen den Phasen verstärken die Neigung zur Pfadabhängigkeit zusätzlich.

In diesem Gefüge entsteht im Prozess des Organisierens bei den handelnden Akteuren der Sinn, der Mehrdeutigkeit reduziert und für die nötige Klarheit sorgt. Diese Sinnzuschreibung speist sich jedoch immer aus der Vergangenheit.

Organisatorische Sinnzuschreibung stellt das Schreiben von Geschichten dar. Es ist dem Akteur nicht möglich, ein Ereignis im Vorhinein zu planen oder vorauszusehen. Er muss sich das, was auf ihn zukommt, als abgeschlossen vorstellen, um ihm Sinn zuschreiben und in diesem Verständnis im Vorhinein planen zu können. Sinnzuschreibung ist also immer an Reflexion gebunden. Deshalb der Gedanke: „Wie kann ich wissen, was ich denke, bevor ich sehe, was ich sage?” 

Dieses Sinngebungsrezept bezieht Weick nicht nur auf Ereignisse, die tatsächlich in der Vergangenheit liegen und somit im Nachhinein und daher „von außen“ betrachtet werden können. Er bezieht es auch auf Ereignisse und Begebenheiten, die zu erwarten sind … Das Ergebnis, das erst noch erzielt werden soll, muss er [der Akteur] im Vorhinein formulieren. Von dort aus kann er in einer gedanklichen Rückschau beschreiben, was nötig gewesen sein wird, um dieses spezielle Ereignis erzielen zu können. Weick beschreibt dies treffend mit Denken im zweiten Futur. (S. 80f)

Sinnzuschreibung auf zukünftige Ereignisse hat somit immer historische Wurzeln.

Wie kann nun diese Pfadabhängigkeit durchbrochen werden? Irina von Kempski betrachtet dazu besonders die Frage, wie die Umwelt auf die Kommunikation in der Organisation Einfluss nimmt und vor welchem Hintergrund eine erfolgreiche  Verständigung der Organisationsmitglieder stattfindet.Bei ihrer Suche ist sie bei der „Theorie des kommunikativen Handelns“ von Jürgen Habermas fündig geworden. Mit kommunikativem Handeln lässt sich die historische Vorprägung  aufzubrechen. Es muss jedoch aktiv in der Organisation implementiert werden. „Von allein geschieht das nicht“, so von Kempski (S. 115). Von Kempski arbeitet die Voraussetzungen akribisch heraus, die die erst zu schaffen sind. Zwei Voraussetzungen scheinen mir wesentlich:

Erstens: Der Einzelne muss bereit sein, seine eigenen Meinungen und Einstellungen infrage zu stellen. Er muss für Reflexion offen sein und diese aktiv betreiben. Denn es bedürfe nach Weick

einer angemessenen Mannigfaltigkeit, um Mehrdeutigkeit verstehen zu können. Das heisst, dass das Individuum selbst einen hohen Grad an Komplexität mitbringen muss, um die Mannigfaltigkeit in der Umwelt … aufnehmen und verarbeiten zu können. (S. 116f)

Zweitens: Der Entscheidungsträger muss den Kreis derjenigen, die an dem Entscheidungsprozess beteiligt sind, deutlich erweitern.

Dies muss sowohl auf der Ebene, auf der er sich hierarchisch befindet, geschehen, als auch unter Einbindung anderer Ebenen. Es kommt darauf an, dass alle an einem Entscheidungsprozess, wie eine bestimmte Situation, eine Begebenheit, ein Vorkommnis gedeutet werden soll, beteiligt werden, die sich aufgrund ihres Wissens fundiert dazu äußern können. … Die Wissensträger und Entscheidungsträger müssen gleichrangig miteinander kommunizieren, ihre Argumente und ihr Wissen austauschen, und gemeinsam, in einem Konsens, zu der bestmöglichen Interpretation kommen.

Auf dieser Basis kann verständigungsorientiertes oder kommunikatives Handeln Platz greifen. Es stellt hohe Ansprüche an die Interaktionspartner.

Es ist nicht nur die Frage, wie Sprechakte aufgebaut und vollzogen werden, sondern insbesondere auch die Bereitschaft, die drei Geltungsansprüche implizit zu formulieren, so dass sie potenziell von dem oder den Interaktionspartner(n) teilweise oder ganz akzeptiert, kritisiert oder abgelehnt werden können. Damit verbunden ist eine weitere notwendige Bereitschaft, und zwar die, sich auf einen unter Umständen durchaus länger andauernden Weg der Interaktion auf eine Verständigung hin zu bewegen und diese erzielen zu wollen. (S. 108)

Die drei Geltungsansprüche sind Wahrheit, Richtigkeit und Wahrhaftigkeit. Sie sind für das kommunikative Handeln entscheidend. Habermas nennt solche Sprechakte in Anlehnung an John L. Austin illokutionär. Entscheidend ist das hohe Reflexionsniveau, das aus solchen Sprechakten entsteht. Denn sie schaffen die Möglichkeit, den Anspruch, der mit einer Aussage verbunden ist, nicht nur mit einem Nein zurückzuweisen, sondern hinsichtlich jedes damit verbundenen Geltungsanspruchs, also ob die Aussage als wahr, richtig oder wahrhaftig wahrgenommen wird.

Für die Führungskraft bedeute dies, so von Kempski, dass sie einen hohen Standard des eigenen moralischen und ethischen Verhaltens anstrebt und lebt.

Es darf spekuliert werden, wie weit die Basis für kommunikatives Handeln bei der Deutschen Telekom gediehen ist. Bei Höttges klingt das jedenfalls so:

Zudem merke ich bei der Telekom immer wieder, dass ich manchmal radikaler formulieren muss, um schnell etwas zu verändern.*

_____

*Auszug aus: Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH und Co. KG. „DIE ZEIT – Nr. 1, 30.12.2015.“ iBooks.

 

Mehr zum Thema:

Netflix produziert Serien direkt für’s Netz – ein Wendepunkt?

Unternehmensmodelle im Wandel (4): Netflix, die Freiheit und die Verantwortung

Written by Östermann

16. Januar 2016 at 15:31

Das Unbehagen an der digitalen Welt (1): Bahnfahren und digitale Dialektik

leave a comment »

In der SWR2 Aula hat Raimund Allebrand sein Unbehagen am Bahnfahren in Zeiten des Smartphones offengelegt:

… es gibt mich gleichsam gar nicht auf dieser Strecke zwischen Köln und Bonn. Und das ist ziemlich das Gegenteil eines angenehmen Gefühls. An meiner grenzenlosen Unwichtigkeit während dieser Bahnfahrten besteht kein Zweifel. Auf einen Blickkontakt zu hoffen geschweige denn einen Wortwechsel mit anderen Reisenden, wäre wohl Übermut.

Diesen Befund hat er zum Anlass genommen, sein Verhältnis zur digitalen Medienwelt, zu ihren Botschaften und ihren damit verbundenen Emotionen zu beleuchten. 

Es besteht die technologische Option der Gleichzeitigkeit, also muss sie genutzt werden. Inhalte sind hier nebensächlich, entscheidend ist meine Teilnahme am simultanen und digitalen Datenverkehr.

Er beklagt, dass das Medium längst selbst zur Botschaft geworden sei.

Lange Zeit war das Modell von Sender und Empfänger ein fester Bestandteil nahezu jeder Medientheorie, bis es im Internet-Zeitalter obsolet wurde. Theoretisch soll zwischen dem Urheber einer Nachricht und ihrem Adressaten eine Botschaft auf den Weg kommen, die sich eines mehr oder minder schnellen Mediums bedient. Die entsprechende Auswahl wäre demnach abhängig von der Relevanz des Inhalts.

Sicherlich deutet Allebrand wichtige Probleme an, die mit der Digitalisierung verbunden sind. Wenig  hilfreich erscheint mir jedoch, den Menschen einfach zu unterstellen, dass sie fast nur Bedeutungsloses und Unnötiges austauschen.

Wer nicht gerade als Notarzt arbeitet, im Minutentakt an der Börse über Millionen entscheidet oder einen dringenden familiären Zwischenfall betreut, tätigt per Handy in der Regel einen Nachrichtenverkehr, der keineswegs notwendig ist, sondern terminlich zumeist aufschiebbar, wenn nicht ohnehin überflüssig.

Wenn wir andere beim Kommunizieren mit digitalen Medien beobachten, ist es wichtig, dass wir die Landkarte nicht mit der Landschaft verwechseln. Warum auch sollten sich die Menschen mit ihrer kommunikativen Praxis an eine Medientheorie halten, die ihre erklärende Kraft eingebüßt hat?

Wer digitale Netzwerke kontrollieren kann, besitzt ein Monopol, das der Kontrolle von Atemluft oder von sauberem Wasser gleichkommt, mit ähnlichen Konsequenzen. Selbst der Protest gegen das digitale Imperium bedient sich der Medien des Imperiums. Digitalisierung ist deshalb totalitär oder, wie man neudeutsch sagt: alternativlos. Letztere Formulierung lässt allerdings aufhorchen, denn als alternativlos galt noch vor kurzem die Rettung maroder Banken, die es verstanden, aller Welt ihre ultimative Systemrelevanz einzureden. Eines ist klar: Solange jeder mitmacht, wird der Event weitergehen.

Mit diesen pauschalen Vorurteilen kommt er nur zu einer Fundamentalkritik der Digitalisierung und der resignierten Erkenntnis, dass an ihr kein Weg vorbei geht. Ertragreicher scheint mir da der Weg über die genaue Beobachtung. Die Digitalisierung mag rein technisch „alternativlos“ daherkommen. Gleichwohl gibt es unzählige Wege, wie wir die digitalen Medien nutzen können. Wir alle haben erst angefangen, diese Wege auszuloten und lernen langsam, passende von unpassender Nutzung zu unterscheiden.

Ein spannendes Beispiel für die Beobachtung neuer Kommunikationsstile in der Netzkultur hat kürzlich Ijoma Mangold in Die Zeit am Beispiel der „Debattendynamik“ in Facebook geliefert. Was beobachtet er, nachdem ein Zeitungsartikel auf Facebook veröffentlicht worden ist:

Für einen Moment sieht es so aus, als bestünde die Welt aus Schwarz und Weiß. Über der Einheitsfront sind schrille Töne von Triumphgeheul zu hören. Das ist regelmäßig der Moment der Schubumkehr. Jemand erinnert daran, dass die gegnerische Seite auch über gute Argumente verfügt. Plötzlich fühlen sich alle dabei erwischt, es sich zu einfach gemacht zu haben. Es kommt die Phase der Nachdenklichkeit und Differenzierung. Abweichende Positionen werden in dieser Phase fair, nicht mehr als Karikaturen beschrieben. Der Autor des Ursprungspostings, dem die geschlossene Zustimmungsfront selber schon unheimlich geworden war, erläutert nun, aus welcher Denkwelt er selbst kommt, und erweist den klügsten Köpfen der Gegenposition Respekt. Er relativiert seine Position, was nichts Schmähliches ist, sondern bedeutet, dass er seine Argumente in Relation setzt zu anderen Denkschulen. Nun wird von allen Seiten eine Fülle neuer Argumente herangebracht. Die Frontverläufe sind längst unübersichtlich.

Er will damit keineswegs die Verrohung von Kommunikationsformen im Netz wegdiskutieren. Netzkommunikation, so Mangold, fördere die Enthemmung der Affekte.

Aber deshalb ist hier auch nicht von den Kommentarsträngen in Onlineforen die Rede, sondern von diesen eigentümlich dynamischen, hochsensiblen, hochevolutiven Teilöffentlichkeiten, die sich auf Facebook ausbilden und die anderen Gesetzen folgen.

Und er fährt fort, solche Teilöffentlichkeiten um eine ganze Reihe „netzbekannter Facebook-Hosts“ zu beschreiben. Sie verstünden es, einen Zungenschlag vorzugeben, der auf die „Threads“ abfärbt. Er sieht eine neue digitale Dialektik im Werden.

Es wird immer mehr Meinung produziert. Gegen diese Inflation hilft nur ein immer mitlaufendes Bewusstsein der Relativität. Jede Position ist eine liquide Durchgangsstation eines gemeinsamen, kollektiven Denkens. Ein einzelner Printartikel, schon weil sein Verfasser sich unvermeidlicherweise auf die Fiktion einer einzigen stabilen Meinungsidentität festlegen muss, kann diese Prozesshaftigkeit, mit der wir ein Bild der Welt zu gewinnen versuchen, nur suboptimal abbilden.

Das gilt wohl auch für einen einzelnen Beitrag im Radio.

Written by Östermann

30. Mai 2015 at 13:31

Schön, Sie wieder zu sehen

leave a comment »

20140410-175033.jpg

Written by Östermann

10. April 2014 at 16:53

Veröffentlicht in Gesellschaft

Tagged with

Die Geschichte der Kommunikation – von Trommeln zu WhatsApp

leave a comment »

Exponentielle Wachstumskurven sind für Menschen schwer zu begreifen.

friedschroeder

Ursprünglichen Post anzeigen

Written by Östermann

28. Februar 2014 at 23:41

Veröffentlicht in Technologie, Web 2.0, Zukunft

Tagged with , ,

#Freiheit verborgen – Bea Stachs Remix von Urteilen des Bundesverfassungsgerichts

leave a comment »

IMG_2440

Der Bauzaun am Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ist seit einiger Zeit Ausstellungsort für Werke, die sich mit dem höchsten deutschen Gericht befassen. Bea Stach hat sechs Urteile aus sechs Jahrzehnten dekonstruiert. Sie hat alle Wörter und Satzzeichen dieser Urteile alphabetisch sortiert. Der Zufall wollte es, dass die „Freiheit“ unter einem Baum ganz an den unteren Rand des Bauzauns gerutscht ist. Regen und Spritzwasser haben sie mit der Zeit bis zur Unkenntlichkeit verdeckt. Ein Passant ist auf Spurensuche gegangen.

Written by Östermann

28. Februar 2014 at 18:55

Veröffentlicht in Gesellschaft

Tagged with , ,

%d Bloggern gefällt das: