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Medienwandel, Strategie, Unternehmensführung im Wandel, Komplexität, nächste Gesellschaft

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Generation Z und YouTube – Herausforderung für die Musikindustrie | Music Industry Blog

Youtube ist das Öko-System für die Musikkultur der „Generation Edge„. In letzter Zeit wird die Generation der im neuen Jahrtausend geborenen – auch Generation Z genannt – unterschieden von den „klassischen“ Digital Natives.

Diese jüngste Generation hat keine Chance, eine Musik zu finden, mit der sie sich von der Elterngeneration abgrenzen kann. Mangels eigener Musikkultur wenden sich diese jungen Menschen ihren Youtube-Stars zu.

Was das für die Musik-Industrie bedeutet, versucht der Media Analyst Mark Mulligan in seinem Blog-Beitrag YouTube’s Biggest Threat To The Music Industry Isn’t What You Probably Think It Is | Music Industry Blog zu ergründen.

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Written by Östermann

19. September 2015 at 17:46

Veröffentlicht in Medien, Strategie, Web 2.0

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Jugendliche in Deutschland 2014: Immer online und sozial engagiert – JIM-Studie 2014

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Die aktuelle JIM-Studie 2014 hat zudem die Glaubwürdigkeit der Medien unter die Lupe genommen. Gefragt, welchen Medien sie im Falle einer widersprüchlichen Berichterstattung am ehesten Glauben schenken würden – dem Radio, dem Fernsehen, dem Internet oder der Tageszeitung – vertrauen immer noch

40 Prozent der befragten Zwölf- bis 19-Jährigen der Berichterstattung der Tageszeitungen, gut ein Viertel entscheidet sich für das Fernsehen (26 %). Radiomeldungen sind für 17 Prozent am vertrauenswürdigsten, während der Internetberichterstattung mit 14 Prozent am wenigsten Vertrauen entgegengebracht wird. Und dies, obwohl die Tageszeitung von deutlich weniger Jugendlichen regelmäßig genutzt wird (32 %) als Radio (73 %), Fernsehen (83 %) oder Internet (94 %).

Dies scheint wie ein klarer Hinweis darauf, dass die klassischen Medien als verlässliche Begleiter bei jungen Menschen auch in der digitalen Welt Chancen haben, wenn sie die Transformation schaffen. Aber Vorsicht ist geboten. Vielleicht ist der transmediale Bewusstseinswandel bei den jungen Menschen bereits so weit fortgeschritten, dass die Frage nach dem Vertrauen in die klassischen Kanäle einfach nicht mehr passt.

Mehr zur Studie auch bei klicksafe.de.

Written by Östermann

29. November 2014 at 10:41

Veröffentlicht in Gesellschaft, Medien

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Was gute Führung ausmacht (5): Peter Kruse und die Komplexität

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Wir erleben einen Paradigmenwechsel in der Führung von Unternehmen. Schon seit langem ist Peter Kruse mit dieser Botschaft unterwegs. Wie an dieser Stelle vor kurzem schon berichtet, arbeitet er an Studien über die Wertewelten der Generation Y und über die Wertewelten von Menschen mit Führungsverantwortung. In einem Vortrag für das Forum Gute Führung hat er nun erste Ergebnisse vorgestellt. Dabei hat er auch ausführlich und anschaulich dargestellt, wie sich der Paradigmenwechsel auf das Verständnis auswirken könnte, was „gute“ Führung in der Zukunft bedeuten wird. 

Er geht davon aus, dass sich in unserer vernetzten Welt die Komplexität unaufhaltsam steigert und die Planbarkeit durch Ungewissheit der Entwicklung und jederzeit mögliche Überraschungen sinkt. Traditionelle Führung passt unter diesen Umständen nicht mehr.

Drei Herausforderungen für „gute“ Führung leitet er aus dieser Entwicklung ab.

1. Herausforderung: die „Komplexitätsfalle“

Es geht nicht mehr um Ausrichtung des Handelns durch Zieldefinition, sondern um die Reduktion von Komplexität durch Mustererkennung. Die „gute“ Führungskraft ist nicht länger Planer erfolgreicher Umsetzungsprozesse, sondern Partner für Kontext klärende Reflexion.

Der Einzelne sei überfordert. Die Zeit der Vordenker sei vorbei. Die intelligente Lösung entstehe im Netzwerk.

Die 2. Herausforderung: die „Machtverlagerung“

Wir haben eine Machtverschiebung im System vom Anbieter zum Nachfrager. Nicht mehr der Sender bestimmt, sondern der Kunde oder der Mitarbeiter. Sind wir in der Lage, umzuschalten vom hierarchischen zum vernetzten Tun?

In vernetzten Systemen sei nur dauerhaft erfolgreich, was auf emotionale Resonanz treffe. 

Es geht nicht mehr um die Frage: Wohin soll das System auf Dauer gesteuert werden? Es geht jetzt um die Frage: Wohin entwickelt sich die Eigendynamik des Systems?

Die „gute“ Führungskraft sei dann nicht mehr Vordenker und verantwortliche Kontrollinstanz, sondern Teilnehmer und Impulsgeber in Netzwerken.

Die 3. Herausforderung nennt er „Kernschmelze“

Die Zugehörigkeit verliert an Bedeutung, die Wechselbereitschaft wächst.

Das bedeute: die Systeme werden instabiler. Die Grundsatzfrage laute nun: In welchem Netzwerk bin ich aktiv?

Es gehe nicht mehr um Arbeitsverhältnisse als sicherheitsgebende Identitätsanker, sondern als Passage in einen lebenslangen Lernweg. Statt Loyalität zähle jetzt Attraktivität. Es gehe nicht mehr um die Frage: „Was begünstigt langfristige persönliche Bindungen?“, sondern um die Frage: „Was macht das gemeinsame Handeln sinnvoll?“

Die „gute“ Führungskraft dient nicht mehr als Vorbild gebende und Sicherheit stiftende Autorität, sondern als Entwicklung begleitender Coach.

Mit diesen Thesen begnügt er sich aber nicht. Er möchte es genauer wissen. In zwei Studien hat er junge Menschen der Generation Y und erfahrene Führungskräfte auf ihre Wertewelten, auf die kulturellen Kraftfelder hin betrachtet.

Mit solchen Messungen lasse sich, so Kruse, die Entwicklung der Wertewelten der nächsten 5 bis 6 Jahre prognostizieren. Dabei zeigt sich, dass die Generation Y zwei gegensätzliche Wertewelten repräsentiert. Die einen sehen die Entwicklung als Chance und setzen auf Autonomie und Selbstbestimmung, die anderen sehen sie eher als Bedrohung und setzen ganz traditionell auf Sicherheit, auf die klassische Karriere oder auf gute Absicherung. Es sei, so Kruse, also keine pauschale Aufstiegsverweigerung zu erkennen. Die Ergebnisse seien als Symptom der Orientierungssuche im beginnenden Paradigmenwechsel der Führung zu deuten.

Anders bei den Wertewelten der Führungskräfte. Sie hatten im Kern durchaus eine gemeinsame Vision von „guter“ Führung, wenn auch mit einer großen Spreizung. Im  aktuellen Erleben heute lassen sich jedoch auch bei den Führungskräften zwei Gruppen unterscheiden. Die einen bezeichnet Kruse eher als „Heimathafen“, Teamplayer oder Erfolgsgarant, die anderen als Netzwerkknoten oder Entwicklungspartner. Sie präferieren unterschiedliche Wege, um die Vision zu erreichen. Zwischen heute und der Vision vermutet Kruse einen „Sehnsuchtsraum“.

Die Leute wissen, was sie nicht wollen, aber noch nicht, was sie wollen.

Dazu will er in der Studie mit einer weiteren Befragung nachlegen. Man darf gespannt sein.

Written by Östermann

16. Dezember 2013 at 21:29

YouTube & Vimeo: Web-Video ist das neue Lagerfeuer

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Es ist wohl an der Zeit, sich Youtube etwas genauer anzusehen. Denn: „Es gibt Inhalte zum Lachen, Weinen, Träumen, Lernen, Zusehen und Zuhören. Dort werden wieder Geschichten erzählt.“

... Kaffee bei mir?

Dieses DRadio Wissen-Interview neulich hat mich geschockt: Der YouTuber Florian Mundt ist 24 und sagt, er habe von der re:publica bis jetzt nichts gewusst. Dabei ist er unglaublich aktiv im Netz.
 

Ursprünglichen Post anzeigen 801 weitere Wörter

Written by Östermann

26. Mai 2013 at 20:47

Veröffentlicht in Medien, Web 2.0

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Ansprüche und ihre Konsequenzen – Brief an die Generation Y von Arne Gillert

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Keine formelle Führungshierarchie, die Kolleginnen und Kollegen suchen sich selbst aus, mit wem sie zusammenarbeiten wollen. Für ein Projekt finden sich die zusammen, die daran ein Interesse haben. In der holländischen Unternehmensberatung Kessels & Smit ist Wirklichkeit, wonach sich viele junge Menschen in der Arbeitswelt sehnen. Die „lernende Firma“ ist produktiv, und macht die Mitarbeiter glücklich. Aber es ist auch anstrengend. Arne Gillert klärt die Generation auf, was es bedeutet, so zu arbeiten. Ein Beitrag für  SWR2 Geld, Markt, Meinung.

Hier ist das Audio zum Herunterladen (1.39 MB | mp3)

Näheres über die „lernende Firma“, die auf Bevormundung verzichtet, Mitarbeiter als selbstverantwortliche Partner begreift und die Trennung zwischen Arbeiten und Lernen überwindet, hat Joseph Kessels auf der KarmaKonsumKonferenz 2010 erzählt.

Written by Östermann

23. Februar 2013 at 13:10

Veröffentlicht in Arbeitswelt

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Experimentieren als Lebensstil – Studie über die jungen Super-Opportunisten | GDI – Gottlieb Duttweiler Institute

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Das GDI hat eine Studie über die „Twenty-Somethings“ veröffentlicht, die sich dem Erwachsenwerden zu entziehen scheinen, gleichzeitig aber eine hohe Anpassungsfähigkeit zeigen.

Die Studie präsentiert eine Generation junger Menschen, bei der das Erwachsenwerden so spät stattfindet wie bei keiner zuvor: Immer mehr Junge durchlaufen eine längere Ausbildungszeit, absolvieren mehrere Praktika, bleiben länger zuhause wohnen und sind finanziell unselbständig. So zögern sie die Entscheide für einen «festen» Beruf und eine «feste» Partnerschaft oft bis in die 30-er Jahre heraus – ein Charakteristikum einer neuen Lebensphase, der so genannten Emerging Adulthood.

Die heutigen Twenty-Somethings sind erfolgsorientiert, aber gleichzeitig von grossen Unsicherheiten geprägt. Sie nehmen ihr Leben als Achterbahnfahrt wahr, mit Experimenten, Zweifeln, Scheitern, Orientierungslosigkeit und Neustarts. Kritiker werfen ihnen vor, unselbständig, verantwortungsscheu und narzisstisch zu sein – doch sind sie einiges flexibler und anpassungsfähiger als vorgängige Generationen.

via gdi.ch

Written by Östermann

16. Oktober 2011 at 15:14

Veröffentlicht in Arbeitswelt, Bildung

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Europa – die „alte Welt“ oder die Welt der Alten? – Michael Wimmer über den „political divide“ der Generationen

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Mit dem Verlust des Politischen im Leben junger Menschen geht ein verhängnisvoller Verlust des Visionären einher: Nach den AutorInnen der Shell-Studie seien junge Menschen nicht mehr willens (oder in der Lage), gesellschaftliche Zukunftsszenarien zu entwerfen oder gar darauf hinzuarbeiten. Damit antizipieren die Jungen eine bereits früh von den Alten übernommene defensive gesellschaftliche Grundhaltung, in der Hoffnung, „dass alles so bleibt, wie es ist, und tunlichst keine Veränderungen stattfinden“ (Aussage eines 17-jährigen Lehrlings).

Diese umfassende Selbstbeschränkung jugendlicher Ambitionen auf Grund aussichtslos erscheinender, von den Alten errichteter Rahmenbedingungen wird durch die digitalen Medien – entgegen manchen Hoffnungen – nicht außer Kraft gesetzt. Es gibt nur wenig Indizien auf eine Online-Politisierung: „Aus der Sicht der jungen Social-Community-UserInnen sind Facebook und Co. weitgehend politik(freie) Zonen geblieben.“ Darüber hinaus würden ohnehin bloß anbiedernde PolitikerInnen auf Facebook weitgehend an der Zielgruppe „junge Menschen“ vorbei kommunizieren.

Aus diesen Befunden könnte man herauslesen, dass sich im Unterschied zu den aktuellen politischen Veränderungsprozessen in einer Reihe arabischer Länder, die von der jungen Generation getragen werden, weite Teile der europäischen Jugend zumindest vorerst mit ihrer schleichenden Ausgrenzung abgefunden haben. Mehr noch. Mit der erwartbaren Fortsetzung der aktuellen Krisenerscheinungen ist zu befürchten, dass sich der intergenerative „political divide“ zwischen den Generationen noch einmal weiter vertiefen wird, um auf diese Weise ein wachsendes vordergründig unpolitisches Stimmreservoir einer jugendlichen Verlierergeneration für politische Heilsbringer zu vergrößern.

via http://www.educult.at/index.php/Wimmer-s-monthly/806/0/

Written by Östermann

18. April 2011 at 21:01

Veröffentlicht in Gesellschaft

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