Östermanns Blog

Medienwandel, Strategie, Unternehmensführung im Wandel, Komplexität, nächste Gesellschaft

Posts Tagged ‘Fernsehen

TV vs. Digital Media: Traffic isn’t an Audience

Der Journalist Michael Wolff erläutert im Interview mit strategy+business, weshalb sich das TV gegen die digitalen Medien so gut behaupten kann. Hier in aller Kürze die wichtigsten Gründe:

  • Klassisches TV kann Werbung zielgenauer platzieren.
  • Es kann, anders als die Medien im Web, Exklusivität für seine Inhalte erzeugen.
  • Facebook und Co. sind von der Technologie getrieben.  Sie interessieren sich für Funktionalität, nicht für Content. TV „is a people business“.
  • Digitale Medien wie Vox und Buzzfeed glauben, sie könnten allein mit Traffic Geld verdienen. „But traffic isn’t an audience.“ Sie werden dazu übergehen, eigenen Content zu produzieren.

Lesenswert. Quelle: The Surprising Endurance of the Boob Tube

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Written by Östermann

15. September 2015 at 21:45

Jeff Dunham-Show statt „Wetten, dass“

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Ranga Yogeshwar hat sich schon 2009 mit einem Weckruf zum beispiellosen Tempo der Digitalisierung und des Medienwandels zu Wort gemeldet.

Ich sag mal

Jedermann-TV beim StreamCamp in Köln Jedermann-TV beim StreamCamp in Köln

Ich möchte jetzt eigentlich gar nicht so viel über die Absetzung der ZDF-Show „Wetten, dass“ schreiben. Da sind Blogger wie Richard Gutjahr viel besser im Thema. Beim Durchwühlen meines digitalen Archivs stieß ich aber auf Ausführungen des TV-Journalisten Ranga Yogeshwar, die er vor einigen Jahren beim Fachkongress in Nürnberg machte und die zum Niedergang von klassischen TV-Formaten sehr gut passen.

„Mit meinem neuen iPhone habe ich das Rechenzentrum meiner Studienzeit in der Hosentasche. Mit der WDR-Sendung Quarks & Co erreichen wir rund 500.000 Podcast-Downloads im Monat. Hier erreichen wir Größenordnungen, wo wir im normalen TV-Programm als öffentlich-rechtliche Anbieter zwar sehr viele jungen Menschen verlieren, aber durch die Hintertür im Internet wieder zurückgewinnen. Das zeigt sehr deutlich, mit welchem Tempo der Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft verläuft. Wenn Sie das Gefühl haben, es ging in den vergangenen Jahren schnell, dann legen Sie den Gurt an: Es…

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7. April 2014 at 20:12

Veröffentlicht in Medien, Technologie, Web 2.0

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Was steckt in der Streaming-Wundertüte? – Battle 2014: Vom Tod des Dalli-Dalli-Fernsehens #streaming

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Was in der Streaming-Wundertüte steckt, wissen wir noch nicht. Aber wir können schon mal fühlen, was sich drin verbergen könnte. Der Blogger Gunnar Sohn hat es versucht und meint:

Selbst für bewegte Bilder, die live übertragen werden, steht das Handwerkszeug für den digitalen Autodidakten bereit, der heute ohne Ü-Wagen, ohne Ausbildung zum Kameramann oder zur Kamerafrau und ohne schweres technisches Gerät Fernsehen machen kann. Zu jeder Zeit, an jedem Ort. Streaming-Dienste wie Hangout on Air sind die technische Basis für Jedermann-TV.

Mehr dazu s. Battle 2014: Vom Tod des Dalli-Dalli-Fernsehens – Jeder ist sein eigener Programmdirektor.

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17. Januar 2014 at 23:02

Veröffentlicht in Medien, Zukunft

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YouTube & Vimeo: Web-Video ist das neue Lagerfeuer

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Es ist wohl an der Zeit, sich Youtube etwas genauer anzusehen. Denn: „Es gibt Inhalte zum Lachen, Weinen, Träumen, Lernen, Zusehen und Zuhören. Dort werden wieder Geschichten erzählt.“

... Kaffee bei mir?

Dieses DRadio Wissen-Interview neulich hat mich geschockt: Der YouTuber Florian Mundt ist 24 und sagt, er habe von der re:publica bis jetzt nichts gewusst. Dabei ist er unglaublich aktiv im Netz.
 

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26. Mai 2013 at 20:47

Veröffentlicht in Medien, Web 2.0

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Youtube – Das Fernsehen der Zukunft?

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In einem Beitrag für NDR Info beschreibt Wolfgang Stufflesser, wie Youtube das Fernsehen neu erfindet. Im Youtube Creator Space können sich Video-Blogger und junge Filmemacher aus aller Welt ausprobieren.

Und was macht nun das Fernsehen der Zukunft aus? Da hat jeder hier seine eigenen Ideen. Aber sie richten sich meist an ein sehr spezielles Publikum, weniger an die große Masse wie beim klassischen Fernsehen.

Und: Die Kreativen sehen sich erstaunlicherweise nicht als Konkurrenten an, sondern schieben sich gegenseitig ihr Publikum zu. Deshalb hat sich etwa der Sänger Peter Hollens mit dem Musical-Komponisten Tony zusammengetan. „Er macht Musicals, und mein Publikum hört gerne gute, gesungene Musik. Wenn wir was zusammen machen, bekommt er meine Abonnenten und ich seine – darum sind wir schließlich hier“, sagt Hollens. Konkurrenz, das sei eine Sache der Vergangenheit, sagt Comedian Eric Schwartz: „Früher gab es nur eine begrenzte Anzahl an Fernsehkanälen. Bei YouTube gibt es unendlich viele. Und das Publikum ist groß genug, um alle unsere Kanäle erfolgreicher zu machen.“

Ist Konkurrenz wirklich eine Sache der Vergangenheit? Kaum anzunehmen. Die praktisch unbegrenzte Verfügbarkeit der Kanäle hat jedoch die Spielregeln des Fernsehens radikal verändert. Der Wettbewerb der Video-Blogger ist riesig. Wer Aufmerksamkeit erreichen möchte, muss seine Kräfte bündeln. Das geht – jedenfalls in dieser Pionierphase – nur durch Kooperation. Die Knappheit besteht heute im Zugang zu Kanälen. Da scheint es im Moment nur einen „Kanal“ zu geben, der den Zugang zu den Kanälen kontrolliert – und der heisst Youtube.

Der Generation Y, für die das Experimentieren zum Lebensstil geworden ist, fällt es jedoch wesentlich leichter, zwischen Konkurrenz und Kooperation zu wechseln.

Youtube bindet junge Talente an sich, indem es Gelegenheiten schafft, sich auszuprobieren und sich zu professionalisieren. So professionalisiert sich Youtube selbst als globaler Player auf dem Feld, das früher „Fernsehen“ hieß.

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12. April 2013 at 19:50

Veröffentlicht in Bildung, Innovation, Medien, Zukunft

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Netflix produziert Serien direkt für’s Netz – ein Wendepunkt?

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»Unserer Meinung nach werden die Menschen in den nächsten Jahren, wenn das Internetfernsehen gewachsen ist, zurückschauen und feststellen, dass das der Wendepunkt war«.

So zitiert DIE ZEIT den Netflix-Vorstand Reed Hastings. Die amerikanische Online-Videothek Netflix hat mit „House of Cards“ eine aufwändig produzierte Serie im Internet verbreitet und geht dabei ganz neue Wege.

DIE ZEIT weiter: „Von House of Cards wurden gleich zwei Staffeln in Auftrag gegeben – normalerweise bestellen Fernsehsender etwa sechs Folgen einer Serie. Erst bei Erfolg wird weiterverhandelt. Auch die Entscheidung, eine ganze Staffel an einem Tag online zu stellen, widerspricht der klassischen Fernseh-Logik, den Zuschauer jede Woche zurück zum Programm zu locken. Beide Schritte wurden deshalb von Analysten als unnötiges Risiko bezeichnet. Netflix kalkuliert anders: Erfolg im Fernsehen sei nicht gleich Erfolg im Internet. Schlechte Einschaltquoten können viele Gründe haben – die Sendezeit, die direkte Konkurrenz, das Wetter. Im Netz hingegen können Serien langsam, über Jahre hinweg, eine Fangemeinde anziehen.“

Die Geschichte erinnert sehr an das Phänomen disruptiver Innovationen. Die klassischen TV-Sender sind so in ihren alternden TV-Strukturen gefangen, dass ihnen schlicht die Energie und Phantasie fehlt, um mit den unterschätzten Wettbewerbern aus dem Netz mitzuhalten.

Netflix, so DIE ZEIT in einem weiteren Artikel,  „weiß besser über das Sehverhalten seiner Zuschauer Bescheid als jeder TV-Sender: Jede Suchanfrage, jede Bewertung, jede gestreamte Minute wird ausgewertet.“

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15. Februar 2013 at 22:51

Veröffentlicht in Innovation, Medien, Web 2.0

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ZDF Aspekte (1995) Bericht „Fernsehen der Zukunft“

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Interessant, wie man sich vor 15 Jahren, das Fernsehen der Zukunft vorgestellt hat … Während Nicolas Negroponte und Bill Gates schon die Verbindung von Fernsehen, Internet und Mobilfunk im Blick hatten, waren die deutschen Strategen noch ganz mit Experimenten des interaktiven Fernsehens beschäftigt.

Written by Östermann

19. März 2010 at 18:16

Veröffentlicht in Innovation, Medien

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