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Hohe Effizienz geht zu Lasten der Resilienz – SWR2 Wissen über Neues aus der Resilienzforschung

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Je mehr die Wirtschaft auf Effizienz, Wachstum und Gewinn oder totale Sicherheit getrimmt wird, umso weniger widerstandsfähig ist sie bei unerwarteten Krisen. Mit der Globalisierung und der zunehmenden Verflechtung von wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Systemen wächst die Gefahr von Krisen und Katastrophen, X-Events, wie die Extremereignisse auch genannt werden. Die Resilienzforscher stellen deshalb den gewohnten Umgang mit solchen Krisen in Frage.

In einem Beitrag für SWR2 Wissen über „Innere Widerstandskraft. Neues aus der Resilienzforschung“ zeichnet die Autorin Beate Krol nach, was resiliente Systeme auszeichnet. Am Beispiel des Lawinenunglücks von Galtür lassen sich die Merkmale resilienter Systeme nachvollziehen.

Die Galtürer haben sofort, als die Lawine niedergegangen war, Rettungsmaßnahmen ergriffen. Ein Großteil der Einheimischen ist bei der Bergrettung, ist bei der Feuerwehr, die haben einfach gewusst, was sie zu tun haben: Es ist eine Lawine in das Dorf hinein gestürzt und sie müssen sich darum kümmern, möglichst rasch die Verschütteten auszugraben. Und das ist blitzschnell geschehen.“

So zitiert die Autorin den österreichischen Resilienzforscher Bernd Rieken, der sich das Beispiel Galtür näher angeschaut hat.

So gilt ein System als resilient, wenn es über ein großes Repertoire an Fähigkeiten, Verhaltensweisen und Wissen verfügt. Die Einheimischen in Galtür wussten, wie man Sonden, Bergungsgeräte und Planierraupen bedient. Es gab Ärzte, die sich um die Verletzten kümmerten und Bürgermeister, die die Rettungsmaßnahmen koordinierten. Hätten die Geretteten auf das österreichische Bundesheer warten müssen, hätten sie die Katastrophe nicht überlebt.

Neben dieser Vielfalt an Fähigkeiten sind es Offenheit und Vertrauen, die die Widerstandskraft stärken.

Andrew Zolli, amerikanischer Resilienzforscher von der Denkfabrik PopTech, sieht das ähnlich.

Die Widerstandskraft beruht auf der Vielfalt an Denkweisen, sagt Andrew Zolli. Das bedeutet umgekehrt: Je homogener eine Gruppe ist, umso schwerer tut sie sich mit Krisen. Oft verschlimmert sich die Lage sogar, weil alle im System dasselbe machen. Das war bei der Finanzkrise zu sehen.  Alle Banken hatten toxische Papiere. Alle Banken mussten versuchen, diese toxischen Papiere loszuwerden, um nicht Pleite zu gehen. So verfielen alle Banken in einen Gleichschritt, der letztlich dazu führte, dass das System kurz vor dem Kollaps stand und von den Staaten gerettet werden musste.

Die hörenswerte Radiosendung steht bei SWR2 zum Download bereit.

Written by Östermann

28. Juni 2013 at 17:00

Veröffentlicht in Gesellschaft, Nachhaltigkeit, Wirtschaft

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Führen Frauen anders als Männer? Sattelberger im Interview mit womenandwork.de

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Auf unterschiedliche Führungsstile von Frauen und Männern angesprochen, meinte Thomas Sattelberger, Personalvorstand bei der Deutschen Telekom, in einem Interview:

Es gibt eine intensive Diskussion, ob Frauen andere Führungsqualitäten haben oder sich einfach nur anders ausdrücken als Männer. Im Führungsverhalten muss man harte und weiche Entscheidungen treffen. Das trifft auf alle Führungskräfte zu und da kann ein Unternehmen nicht differenzieren. In der Tendenz glaube ich, dass die Führungseigenschaften, die ein Unternehmen erwartet, konsistent für beide Geschlechter gleich sind. Unternehmen haben meiner Meinung nach jedoch die Verpflichtung, innerhalb eines Unternehmens einen kulturellen Kontext zu schaffen, der divers ist, also sowohl verschiedene Führungsstile zulässt, als auch den Rahmen bietet, dass Frauen und Männer, Deutsche wie Nicht-Deutsche, Jüngere wie Ältere gleichermaßen als Führungskraft akzeptiert werden.

Written by Östermann

13. Februar 2011 at 13:05

Veröffentlicht in Leadership

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