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#Facebook – für Netzbewohner nur noch ein unwirtlicher Lebensraum?

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Das Facebook-Jubiläum ist für viele Beobachter Anlass, über die Zukunft der führenden Social-Media-Plattform nachzudenken. Besonders der Rückgang der Nutzung bei jungen Menschen macht nachdenklich.

Daniel Fiene sieht Facebook nur in einem Strategiewechseln und vermutet hinter dem Erfolg von Instragram Facebooks neue Vision.

Kürzlich habe ich mit großem Interesse einen Artikel über einen Journalisten gelesen, der zufällig im Café neben US Präsident Obama saß, der mit Teenagern diskutiert und amüsiert feststellte, dass diese ja gar nicht mehr auf Facebook seien.

Ja und? Vielleicht sieht die Öffentlichkeit hier ein Problem, weil alle denken, Facebook müsse DAS soziale Netzwerk sein, bei dem alle angemeldet sind. Vielleicht hat Facebook eine ganz andere Vision. Facebook erreicht die junge Generation immerhin über das gekaufte Foto-Netzwerk Instagram.

Wolfgang Stufflesser findet in einem SWR-Radiobeitrag eine ganz andere, wie ich finde sehr plausible Erklärung für die wachsende Zurückhaltung von jungen Facebook-Nutzern. Gerade das ungebremste Wachstum auf mittlerweile 1,2 Mrd. Nutzer könnte das Problem sein. Facebook sei nicht mehr der Ort, in dem man ungestört unter seinesgleichen Gedanken teilen kann. Denn dort sei heute einfach jeder,  Eltern, Lehrer und zukünftige Personalchefs inklusive. Die jungen Leute seien vorsichtig geworden, nützten Facebook nur noch zur oberflächlichen Selbstdarstellung und wanderten mit ihrer Kommunikation unter ihresgleichen in andere Netzwerke, wie Instagram oder Snapchat ab.

Vor Jahren war mal der Gedanke en vogue, die jungen „Digital Natives“ würden das Netz als Lebensraum erfahren, „Digital Immigrants“ hingegen nur als Werkzeug. Besonders Facebook stand symbolisch für diese Aufspaltung in gegensätzliche Netzkulturen. Jetzt scheint sich zu zeigen, wie souverän junge Leute innovative Nischen im Netz erkennen und erschließen, die ihnen als „virtueller“ Lebensraum nützlich scheinen. Sie binden sich nur, solange es nützt.

 

Written by Östermann

8. Februar 2014 at 15:20

Veröffentlicht in Medien, Web 2.0, Zukunft

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Experimentieren als Lebensstil – Studie über die jungen Super-Opportunisten | GDI – Gottlieb Duttweiler Institute

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Das GDI hat eine Studie über die „Twenty-Somethings“ veröffentlicht, die sich dem Erwachsenwerden zu entziehen scheinen, gleichzeitig aber eine hohe Anpassungsfähigkeit zeigen.

Die Studie präsentiert eine Generation junger Menschen, bei der das Erwachsenwerden so spät stattfindet wie bei keiner zuvor: Immer mehr Junge durchlaufen eine längere Ausbildungszeit, absolvieren mehrere Praktika, bleiben länger zuhause wohnen und sind finanziell unselbständig. So zögern sie die Entscheide für einen «festen» Beruf und eine «feste» Partnerschaft oft bis in die 30-er Jahre heraus – ein Charakteristikum einer neuen Lebensphase, der so genannten Emerging Adulthood.

Die heutigen Twenty-Somethings sind erfolgsorientiert, aber gleichzeitig von grossen Unsicherheiten geprägt. Sie nehmen ihr Leben als Achterbahnfahrt wahr, mit Experimenten, Zweifeln, Scheitern, Orientierungslosigkeit und Neustarts. Kritiker werfen ihnen vor, unselbständig, verantwortungsscheu und narzisstisch zu sein – doch sind sie einiges flexibler und anpassungsfähiger als vorgängige Generationen.

via gdi.ch

Written by Östermann

16. Oktober 2011 at 15:14

Veröffentlicht in Arbeitswelt, Bildung

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Digital Natives, eine Reportage bei 3sat – http://bit.ly/9Iny8w

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Wie leben die nach 1980 Geborenen? Wie verändern sie die Gesellschaft? Darauf versucht ein TV-Beitrag auf 3sat Antworten zu geben.

Der Film zeichnet ein differenziertes Bild vom Lebensstil junger Leute, von ihrer Art, Freundschaften und Beziehungen zu pflegen, von ihrem Anspruch, Politik zu verändern, von ihrem Engagement für ein anderes Lernen, von ihren Vorstellungen einer kooperativen Arbeitswelt und ihrer Verantwortung in der Kindererziehung.

Zu dem 45-Minuten-Film geht es hier

 

Written by Östermann

7. Februar 2010 at 13:24

Veröffentlicht in Arbeitswelt

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