Östermanns Blog

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Vorher Zaudern, nachher Hadern – Von der Tücke des Entscheidens

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Heute in der S-Bahn habe ich in „Kunst der Entscheidung“, einem Buch von Günther Ortmann voll erfrischender Betrachtungen und einem „Quantum Trost für Zweifler und Zauderer“ (Göttingen 2011) gelesen. Bei der Betrachtung der Entscheidungsschwäche erinnert er an

das  Unbehagen, das uns beschleicht, wenn wir uns entschieden haben. Sogleich beginnt der Zweifel an uns zu nagen, die nachträgliche Frage, ob wir nicht anders hätten entscheiden sollen. (S.23)

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Beim Aussteigen am Bahnhof fiel mir diese Werbung auf. Entscheidungsstärke ist gefragt. Wer wird sich die Gelegenheit schon entgehen lassen! Nicht lange überlegen! Zugreifen, bevor es zu spät ist!

Entscheidungsstärke, von keinem Zweifel angekränkelt, ist eine Gesundheit, die extrem ansteckend und in fortgeschrittenem Stadium unheilbar ist. Der Zweifel ist die Stimme der verschwiegenen Unmöglichkeit des Entscheidens. (S.22)

meint Ortmann mit feiner Ironie. Und wenn wir uns erst mal entschieden haben?

Bloß nicht zulassen, was im Theoriejargon auch „post-desicion regret“ genannt wird: das Leiden daran, womöglich eine Fehlentscheidung getroffen zu haben. (S. 25)

Mit dem Thema beschäftigt sich übrigens aktuell auch der Württembergische Kunstverein in Stuttgart. „Vom Zaudern. Motive des Aufschubs, Übergangs und Abschweifens“, so der Ausstellungstitel. Im Einführungstext wird der Philosoph und Literaturwissenschaftler Joseph Vogl zitiert, der das Zaudern nicht als Aufhebung, sondern als „Schatten des Handelns“ begreife. Zugleich verweise Vogel auf die Widerständigkeit, die dem Zaudern innewohnte. Wende es sich doch

gegen die Unwiderruflichkeit von Urteilen, gegen die Endgültigkeit von Lösungen, gegen die Bestimmtheit von Konsequenzen … und das Gewicht von Resultaten … Das Zaudern hegt einen Komplexitätsverdacht; es folgt einer Arithmetik, die vom Hundertsten ins Tausendste geht“ (Joseph Vogl, Über das Zaudern, 2008, S. 108).

Written by Östermann

19. Juli 2013 at 16:29

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Alles wandelt sich – Bertold Brecht

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Petros Markaris, der griechische Schriftsteller und Wanderer zwischen den Kulturen, hat sich kürzlich beim Karlsruher Vortrag zu Bertold Brechts Gedicht „Alles wandelt sich“ bekannt.

Hier das Gedicht in einer TV-Fassung.

Written by Östermann

29. März 2013 at 00:17

Veröffentlicht in Zukunft

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Social Architecture

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Written by Östermann

14. April 2012 at 17:30

Veröffentlicht in Arbeitswelt, Leadership

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