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Vernetzte Arbeitskultur: Start-Ups als Vorbild und Arbeitnehmer als „Arbeitgeber“

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Der Arbeitsplatz von morgen ist Teil eines offenen Systems, in dem Arbeitnehmer ihr eigener Chef sind, ihr Wissen teilen und ihren Workload selbst organisieren.

Das ist der Tenor eines Berichts in t3n über die Evolution der Arbeitswelt. Wenn die Arbeitnehmer Chef sind, wer ist dann Arbeitgeber? Darauf hat Thomas Sattelberger in einem Interview mit der ZEIT eine überraschende Antwort. Er bietet eine neue Sicht auf die Mitarbeitenden an. Wie wäre es, sie als Unternehmensbürger zu begreifen?

Unternehmen müssen Freiräume schaffen, in denen die Mitarbeiter selbst über ihre Arbeit bestimmen können. Der Dirigismus, bei dem Zielfestlegungen generalstabsmäßig von oben nach unten kaskadiert werden, hat ausgedient.

Sattelberger argumentiert damit – übrigens ähnlich wie Peter Kruse – gegen zu viel Management und zu wenig Unternehmertum.

Die Topmanager heute sind zwar akademischer als früher, aber damit nicht unbedingt gebildeter. Statt vieler Patriarchen haben wir jetzt mehr Technokraten und in den Konzernen Manager statt Unternehmer. Und obwohl die Welt hochgradig international geworden ist, haben die Spitzen der deutschen Dax-Konzerne überraschend wenig Auslandserfahrung.

Er geht aber noch einen Schritt weiter.

Unterschätzen Sie die Kräfte nicht, die der Wertewandel, die technologischen Umbrüche und die Talentlücke entfalten. Sie stellen das traditionelle Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Bild auf den Kopf. In der Welt der Massenproduktion war der Mensch ein Rädchen im Getriebe, in der Welt der Wissens- und Kreativökonomie wird der Einzelne zum Arbeitgeber. Er gibt seine Fähigkeit und Motivation. Und Unternehmen und Mitarbeiter werden sich auf Augenhöhe begegnen. Mindestens!

Auch wenn die Entwicklung, wie Sattelberger vermutet, mindestens bis 2030 brauchen wird, so ist die Tiefe des Wandels mittlerweile unübersehbar.

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Written by Östermann

29. März 2014 at 22:59

Ansprüche und ihre Konsequenzen – Brief an die Generation Y von Arne Gillert

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Keine formelle Führungshierarchie, die Kolleginnen und Kollegen suchen sich selbst aus, mit wem sie zusammenarbeiten wollen. Für ein Projekt finden sich die zusammen, die daran ein Interesse haben. In der holländischen Unternehmensberatung Kessels & Smit ist Wirklichkeit, wonach sich viele junge Menschen in der Arbeitswelt sehnen. Die „lernende Firma“ ist produktiv, und macht die Mitarbeiter glücklich. Aber es ist auch anstrengend. Arne Gillert klärt die Generation auf, was es bedeutet, so zu arbeiten. Ein Beitrag für  SWR2 Geld, Markt, Meinung.

Hier ist das Audio zum Herunterladen (1.39 MB | mp3)

Näheres über die „lernende Firma“, die auf Bevormundung verzichtet, Mitarbeiter als selbstverantwortliche Partner begreift und die Trennung zwischen Arbeiten und Lernen überwindet, hat Joseph Kessels auf der KarmaKonsumKonferenz 2010 erzählt.

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23. Februar 2013 at 13:10

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Warum wir lernen, Unternehmer zu werden

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Warum wir lernen

Die Selbständigen ohne Mitarbeiter werden immer mehr.

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16. Dezember 2012 at 23:02

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Arbeiten mit einer spielerischen Haltung – Arne Gillert »Der Spielfaktor«

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Written by Östermann

8. Oktober 2011 at 15:33

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„Geld allein macht nicht fleißig“. SWR2 über neue Erkenntnisse der Motivationsforschung – http://bit.ly/90uRIK-

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Wer Eigeninitiative fördern möchte, sollte die Finger von Belohnungssystemen lassen. Das zeigen neuere Studien der Motivationsforschung …

Doch das Phänomen ist älter und kulturübergreifend. Und deshalb erzählt der Bochumer Psychologe Rüdiger Hossiep gern diese schöne Geschichte aus Indien während der britischen Kolonialzeit. Als eine Giftschlangenplage ausbrach, reagierte der zuständige Gouverneur – aber nicht so schlau, wie er zunächst wohl dachte:

 

Er hat daraufhin dann ausgelobt, dass es eine Prämie gibt für den Schwanz einer jeden Giftschlange. Konsequenz war, dass sich die Leute hochökonomisch verhalten haben und haben angefangen, diese Schlangen zu züchten. Das führte dazu, dass die Prämien, die ausgegeben wurden, exzessiv waren und sich die Schlangenplage überhaupt nicht änderte. Daraufhin hat man die Prämienzahlung eingestellt. Konsequenz war, die Leute haben ihre Schlangen freigelassen, so dass die ganze Seuche explodiert ist.

 

Der „Kobra-Effekt“ ist mittlerweile zum Schlagwort geworden für Belohnungssysteme, die ausarten und ganz und gar nicht zum gewünschten Ziel führen.

Die Hörfunksendung bei SWR2 Wissen ist im Netz nicht mehr verfügbar.

Written by Östermann

16. Februar 2010 at 13:42

Veröffentlicht in Arbeitswelt, Wirtschaft

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Collaboration 2.0

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Written by Östermann

4. Januar 2010 at 11:14

Veröffentlicht in Arbeitswelt, Web 2.0

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