Östermanns Blog

Medienwandel, Strategie, Unternehmensführung im Wandel, Komplexität, nächste Gesellschaft

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Sensoren (5): The Automation of Society is next – Dirk Helbing

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In unserer Gesellschaft ist in den letzten Jahrzehnten angeblich vieles schlechter geworden. Zugenommen hat aber im Grunde nur die Orientierungslosigkeit, mit all ihren unangenehmen und wahrlich kritischen Folgen. Besser wird das nur, wenn der naive und auch sorglose Umgang mit Information und Wissen abgebaut wird.

Was Maria Pruckner in einem Beitrag zu ihrer Kolumne in Die Presse auf den Punkt bringt, könnte als Ausgangspunkt eines Buches verstanden werden, das sich sehr grundlegend und umfassend mit der Frage nach einem intelligenten Umgang mit Informationen und Wissen widmet und gleichzeitig ein enormes Wissen über das Funktionieren der Gesellschaft in der digitalen Welt vor den Augen des Lesers ausbreitet.

Im vergangenen Jahr bin ich auf den Züricher Soziophysiker Dirk Helbing aufmerksam geworden. Sein Blick auf die Digitalisierung und die Auswirkungen auf die Gesellschaft hatte für mich eine ganz neue Qualität, die mir bis dahin verborgen geblieben war.  Meine Neugier war geweckt. Deshalb habe ich kürzlich dieses Buch gelesen.

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Erstmals halte ich ein Buch in der Hand, das die wachsende Komplexität und die systemischen Risiken in einem globalen Zusammenhang darstellt, das den großen Bogen spannt von den Auswirkungen der Digitalisierung auf den Einzelnen, auf Communities, auf Unternehmen und auf die Gesellschaft. Das Buch schöpft aus einem enormen Reichtum an wissenschaftlichen Erkenntnissen. Dirk Helbing hat seine Vorstellungen von einer Gesellschaft, die die Chancen der Digitalisierung nutzt, in diesem Buch zusammengetragen.

Er verwendet eine Fülle anschaulicher und faszinierender Beispiele, um die funktionalen Prinzipien dieser neuen Welt zu erläutern und zu erkunden, wie wir sie zu unserem Vorteil nutzen können. Das Buch zeigt Wege auf, wie die nachteiligen Entwicklungstrends der vernetzen Gesellschaft korrigiert werden können. Sein Thema ist der Umgang mit der Unberechenbarkeit komplexer Systeme und den daraus erwachsenden globalen Risiken.

Helbing beschreibt zwei mögliche Entwicklungspfade für die „automatisierte Gesellschaft”. Der eine Pfad höhlt individuelle Freiheit, Demokratie und Arbeit aus. Der zweite Pfad führt zu einer Gesellschaft, die auf Selbststeuerung und Teilhabe an Informationssystemen beruht und die kreative und innovative Handlungen für jedermann unterstützt. Wir haben die Wahl! Jetzt!

Helbing nähert sich der Komplexität des Themas über verschiedene Perspektiven. Drei seien hier beispielhaft erwähnt.

Selbstorganisation führt immer wieder zu unerwünschten Zuständen

Verkehrsstaus und Massenpaniken sind Beispiele für unerwünschte Systemzustände. Ähnlich verhält es sich auf der globalen Ebene: Umweltkrisen und Klimawandel führen uns die „Tragedy of the Commons“ täglich vor Augen. Unser wirtschaftliches Handeln erzeugt unerwünschte Neben- und Fernwirkungen, die sich langfristig in ein katastrophales Ausmaß steigern. Doch gerade die digitale Technologie beschert uns Möglichkeiten, diese Prozesse der Selbstorganisation positiv zu beeinflussen.

In fact, the aim of assisted self-organization is to intervene locally, as little as possible, and gently, in order to use the system’s capacity for self-organization to efficiently reach the desired state. This connects assisted self-organization with the approach of distributed control, which is quite different from the nudging approach discussed before. Distributed control is a way in which one can achieve a certain desirable mode of behavior by temporarily influencing interactions of specific system components locally, rather than trying to impose a certain global behavior on all components at once. … In order for this adaptation to be successful, the feedback mechanism must be carefully chosen. Then, a favorable kind of self-organization can be reached in the system. (S. 105f.)

Weder zentrale, noch dezentrale Steuerung sind also gefragt, sondern verteilte Steuerung. Dezentrale Steuerung würde bedeuten, ganz auf steuernde Eingriffe zu verzichten und der „unsichtbaren Hand“ voll zu vertrauen. Der Versuch, zentral – wie ein „weiser König“ – zu steuern, führt unweigerlich in einen digitalen Totalitarismus. „Google als Gott“ und neoliberale Marktideologien sind gleichermaßen gefährliche Lösungsversuche.

Helbing zeigt anhand seiner Forschungen zum Verkehrsfluss und zum Materialfluss in der Fertigung, dass Selbstorganisation sehr gut funktionieren kann, wenn bestimmte Bedingungen, wie z.B. Fairness, erfüllt sind.

But these are technological systems. Could we also build tools to assist social systems? Yes, we can! Sometimes, the design of social mechanisms is challenging, but sometimes it is easy. Imagine trying to share a cake fairly. If social norms allow the person who cuts the cake to take the first piece, this will often be bigger than the others. If he or she should take the last piece, however, the cake will probably be distributed in a much fairer way. Therefore, alternative sets of rules that are intended to serve the same goal (such as cutting a cake) may result in completely different outcomes. (S. 122)

Wenn es gelingt, die Rahmenbedingungen für soziale Interaktion so zu stricken, dass  Fairness gefördert wird, kann soziale Kooperation und soziale Ordnung auch in Situationen entstehen, die sonst eher ungünstige soziale Wirkungen erzeugen.

Digitale Assistenzsysteme für soziale Kooperation

Die jetzt entstehenden sozialen Technologien können in diesem Sinne verantwortungsvolleres Verhalten bewirken und nachhaltige Systeme erschaffen. Helbing sieht eine Lösung in Empfehlungssystemen, die aber nur unter bestimmten Voraussetzungen funktionieren. Sie sind heute noch nicht gut genug.

Helbing betrachtet dazu die vier Möglichkeiten, die in der Interaktion zwischen zwei Menschen oder zwei Organisationen denkbar sind. Das ist die lose-lose-, die ungünstige win-lose-, die günstige win-lose- und die win-win-Situation. Er sieht Möglichkeiten, wie uns soziale Technologien helfen können, negative Interaktionen zu vermeiden oder in nützliche Kooperation zu verwandeln.

For reputation systems to work well, there are a number of things to consider: (1) the reputation system must be resistant to manipulation; (2) people shouldn’t be subject to intimidation or unsubstantiated allegations; (3) to enable individuality, innovation and exploration, the global village shouldn’t be organized like a rural village in which everyone knows everyone else and nobody wishes to stand out. We will need a good balance between accountability and anonymity, which ensures the stability of the social system. (S. 144)

Kollektive Intelligenz übertrifft Superintelligenz

Helbings Buch lässt sich als ein Plädoyer für die Nutzung wissenschaftlicher Forschungsergebnisse zur Gestaltung der gesellschaftlichen Zukunft lesen. Die Frage, die sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht, lautet: Wie können wir kollektive Intelligenz erzeugen?

Es ist keineswegs so, dass wir die Wirklichkeit mit einem Modell beschreiben könnten, Alle Versuche von Google und anderen, eine Superintelligenz aufzubauen, die die gesamte Gesellschaft zum Wohle aller steuert, werden früher oder später scheitern, meint Helbing. Von dieser Vorstellung gelte es, sich zu verabschieden. Vielmehr plädiert er für einen pluralistischen Ansatz der Modellierung.

In fact, when the path of a hurricane is predicted or the impact of a car accident is simulated on a computer, it turns out that an average of several competing models often provides the best prediction.

In other words, the complexity of today’s world cannot be grasped by a single model, mind, computer, or cluster of computers. Therefore, it’s good if several groups try to find the best possible solution independently of each other. Although all these models will give an over-simplified picture of our complex world, if we combine these different perspectives, we can often get a reasonably good approximation of the full picture. This might be compared to visiting an ornate cathedral in which every photograph only reflects some aspects of its complexity and beauty. One photographer alone, no matter how talented or how well equipped, cannot capture the full structure of the cathedral with a single photograph. A full 3D picture of the cathedral can only be gained by combining plenty of photographs representing different perspectives. (S. 162)

Mit der Metapher vom Fotografen in einer Kathedrale veranschaulicht Helbing, wie unumgänglich es ist, einzelne Bilder zu verbinden. Selbst dem besten Fotografen bleibt es verwehrt, die gesamte Struktur der Kathedrale mit einem einzigen Foto zu erfassen. Aus diesem pluralistischen Ansatz lassen sich Hinweise für die Gestaltung kreativer Prozesse gewinnen.

First, a number of teams needs to tackle a problem independently using diverse methodologies. Subsequently, these independent streams of knowledge need to be combined. If there is too much communication at the beginning of this process, each team may be tempted to copy promising approaches of others, which would reduce the diversity of ideas. However, if there is too little communication at the end of the process, the knowledge created by all these different approaches won’t be fully used. (S. 163)

Diese verkürzten Ausschnitte aus dem Buch können die Bandbreite der Betrachtung nur andeuten und im besten Fall neugierig machen. Es bleibt zu hoffen, dass sich viele, die an der digitalen Transformation direkt oder indirekt teilhaben, von Gedanken dieses Buches anregen lassen.

Das Buch sei allen empfohlen, die eine schlüssige Skizze suchen, wie eine digitalisierte oder „automatisierte“ Gesellschaft aussehen könnte, die dem Wohle der Menschen und nicht einseitig dem Interesse weniger großer Konzerne oder autoritärer Politiker. Empfehlenswert ist die Lektüre übrigens auch für Leute, die sich mit Fragen der Kooperation und sozialer Innovation beschäftigen und sich ein Bild vom aktuellen Forschungsstand machen wollen.

Ich werde in diesem Blog weitere Gedanken aus dem Buch in loser Folge aufgreifen.

 

 

Written by Östermann

19. April 2017 at 22:31

Sensoren (3): Digitalisierung und die Folgen des Entweder-Oder-Denkens

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Ich glaube, wir sind in der Situation, in der unsere Zivilisation entdeckt, dass sie nicht mehr weiß, in welche Richtung sie sich entwickeln wird. Es ist klar, dass die Technik keinen präzisen Zwecken mehr folgt, sondern im Gegenteil: Sie schafft neue Zwecke, die umgehend zu Mitteln werden für neue Zwecke, die wiederum zu Mitteln werden, und wir wissen nicht, warum eigentlich.

In einem Interview mit dem Deutschlandfunk äußerte sich Jean Luc Nancy zum Orientierungsverlust, den unsere Gesellschaft mit fortschreitender Technisierung erleidet. Symbolisch steht die Digitalisierung heute für dieses Unbehagen an der alles menschliche Leben durchdringenden Technik. Conny Dethloff versucht in einem Blogbeitrag näher zu ergründen, was die Digitalisierung mit den Menschen macht – oder besser: was der Mensch via Digitalisierung mit sich macht. Er greift dazu auf die Technikphilosophie von Gotthard Günther zurück.

Dethloffs sieht mit Günther den Ursprung der Digitalisierung weit zurück in der Vergangenheit. Mit dem Aufblühen des naturwissenschaftlichen Denkens im 17. Jahrhundert ist der Grundstein für die Digitalisierung gelegt.

Wir identifizieren Digitalisierung viel zu häufig mit der Weiterentwicklung von Technologie. Alle Probleme und Herausforderungen versuchen wir über Technologie zu lösen. Nehmen Sie nur als Beispiel die Kommunikation in Unternehmen. Stellen wir fest, dass diese nicht gut genug ist, stellen wir gleich die Toolfrage: Welches Tool nutzen wir zukünftig, um vernetzter zu agieren? Dass Kommunikation eine zutiefst menschliche Angelegenheit ist, wird außer Acht gelassen.

Das naturwissenschaftliche Denken ist zwar nur auf Materie anwendbar. Es hat sich jedoch in den letzten Jahrhunderten mit der Technisierung und Industrialisierung so sehr eingeprägt, dass wir die Grenzen dieses Denkens im Alltag gar nicht mehr wahrnehmen. Wir versuchen, alle Probleme mit größter Selbstverständlichkeit technisch zu lösen. Dem entsprechend ist auch unser Managementdenken von diesem aristotelischen Denken in eindeutigen Ursache-Wirkungszusammenhängen geprägt.

Erst langsam setzt sich die Erkenntnis durch, dass Organisationen oder soziale Systeme durch menschliche Kommunikation entstehen. Sie bauen, so Dethloff, auf Lebendigkeit. Diese ist aber immer mit Widersprüchlichkeit verbunden. Aus diesen Widersprüchlichkeiten entstehen komplexe Probleme, die wir unserem technisch-naturwissenschaftlicher Denkrahmen entsprechend wie komplizierte Probleme behandeln. Diese Logik ist so sehr verinnerlicht, dass wir gar nicht mehr merken, wenn wir menschliche Probleme mit technischen Mitteln zu lösen versuchen und Lebendigkeit aussperren. Dethloff nimmt die Steuerung nach Kennzahlen in Unternehmen als Beispiel.

Kennzahlen sollten eigentlich als Modell für den Markt genutzt werden und gegen sie gesteuert werden, im Glauben, damit auch gegen den Markt zu steuern. Was passiert, wenn dieses Modell falsch oder nicht passfähig ist? Indem ein Unternehmen beispielsweise Renditeziele auslobt, also gegen Renditekennzahlen steuert, verliert dieses Unternehmen den Blick auf den Markt. Es wird sich dann im Unternehmen nur noch “mit sich selbst befasst”. Die Kundensicht wird damit negiert. Aus systemischer Sicht verliert das Unternehmen den Markt als Teil seiner selbst.

Obwohl dieses problematische Maschinendenken weit verbreitet ist,  sieht Dethloff die Menschheit mit Günther an der Schwelle zu einer neuen Epoche, die das binäre Denken in 0 und 1 überwindet und einer „polykontexturalen Logik“ folgt. Seine Maxime: “Groß denken, klein handeln!” Mit „groß denken“ verbindet er

die Forderung nach der Erweiterung unserer Zweiwertigen Logik, damit wir im Stande sind, Lebendigkeit formal-logisch modellieren zu können und damit auf dieser Basis  adäquate Modelle und transklassische Maschinen zum Handhaben von Komplexität zu erstellen. Mit dem Bauen solcher transklassischen Maschinen würde man auch die Mystik von und damit die teilweise vorherrschende Angst vor Maschinen nehmen können. Einerseits wird verdeutlicht, an welchen Stellen Maschinen den Menschen wirklich behilflich sein können (Objektivität und objektivierbare Subjektivität). Andererseits wird aber auch klar gemacht, wo Maschinen, auch transklassische, den Menschen niemals ersetzen können.

Mit „klein handeln“ verbindet er Grundprinzipien menschlicher Kommunikation. Er betont, dass wir

beim Problemlösen uns und unseren Mitmenschen mehr vertrauen sollten und nicht immer gleich nach Best Practice oder externen Beratern rufen. Das bedeutet, häufiger selbständig zu denken und zu fühlen, und nicht auf die in diesem Beitrag angesprochenen Methoden zu bauen, die ja, weil sie im Rahmen unseres Zweiwertigen Denkrahmens entstanden sind, monokontextural sind. Angewendet auf komplexe Probleme […] sind diese dann kontextlos. Ein Beispiel solcher kontextlosen Regeln sind Business Cases im Rahmen von Investitionen. […] Wir merken gar nicht, wie wir durch den Einsatz solcher Methoden automatisch die Verantwortung an diese abgeben und uns dadurch auch die Chance zum Lernen nehmen.

Auch Dirk Baecker greift in einem Beitrag für den Merkur auf das polykontexturale Denken nach Günther zurück. Er beschreibt hier mit Luhmann die Gesellschaft anhand der  Unterscheidung zwischen Codierung und Programmierung.

Die Codierung der Medien der Funktionssysteme, also des Geldes, der Macht, der Wahrheit, des Rechts, der Versetzung, der unwahrscheinlich überzeugenden Form (in der Kunst), zwingt die Gesellschaft unter die »Regel« eines binären Entweder/Oder. Irgendwann und immer wieder muss man sich entscheiden: so oder so. Die Kritik läuft hier immanent mit, da der eine Wert der binären Unterscheidung dem anderen zwangsläufig widerspricht. Die Käufer zahlen, oder sie zahlen nicht. Man gewinnt eine Wahl, oder man verliert sie. Man wird versetzt, oder nicht. Die neue Form gelingt, oder sie misslingt. Und so weiter.

Neben der Codierung, so Baecker, verfügen Organisationen über die Fähigkeit zur Programmierung.

Eine Differenz – man könnte auch sagen: eine Komplexität – tritt an die Stelle des vermuteten Apparats. »Programmierung« soll heißen, dass in, zwischen und außerhalb der Funktionssysteme von einst Organisationen entstehen, die eigene Programme entwerfen, mit deren Hilfe sie versuchen können, eher den positiven als den negativen Wert der binären Codes zu realisieren, also eher Käufer zu finden als bankrott zu gehen, eher die Wahl zu gewinnen als sie zu verlieren, eher erfolgreiche als erfolglose Forschungsdesigns zu entwerfen, die Glaubenden eher zu trösten als zu verprellen und so weiter. Diese Programme erschöpfen sich nicht darin, den positiven Wert zu wollen. Unternehmen machen nicht schon deswegen Gewinne, weil sie gewinnorientiert sind; Politiker gewinnen nicht schon deswegen die Wahl, weil sie an Macht orientiert sind. Man benötigt dritte, vierte, fünfte und noch mehr Werte, um ein Programm zu einem Programm zu machen, also inhaltlich zu definieren.

Er betont die Fähigkeit des Menschen, in Kontexten zu denken und zu handeln als besondere Gabe, die sich in Jahrtausenden der Evolution entwickelt hat. Und er sieht für die Gesellschaft noch eine dritte Dimension.

Es fehlt der Einwand der Unmöglichkeit selber. Erst wenn dieser erhoben wird, verfügt die Gesellschaft insgesamt […] über die Möglichkeit der Negation. Auf irgendeiner Ebene, an irgendeinem Ort muss gesagt werden können: »Wahr ist nur, dass alles falsch ist.«

Dieser Ort ist in der Gesellschaft die Kunst.

Die Funktion der Kunst besteht darin, für wahr zu halten, dass alles falsch ist, und uns so individuell und in Interaktion die Luft und die Lust zu verschaffen, noch einmal anders anzusetzen.

Damit ist das große Potenzial des Menschen beschrieben.

Der Mensch ist die Fähigkeit, zwischen Entweder/Oder-, Sowohl/Als-Auch- und Weder/Noch-Operationen wechseln zu können und so in der Wirklichkeit die Wirklichkeit vor sich her zu treiben.

Nur wenn er sich aus der Enge des binären Denkschemas des technischen Zeitalters befreit, wird er sein Potenzial entfalten können.

Adolf Muschg hat die Bedeutung der Kunst für den Umgang des Menschen mit seiner  Widersprüchlichkeit so beschrieben:

Alle führen Werte im Mund, aber wir gehen stillschweigend davon aus, unter dem Strich müssen sie sich lohnen. In der Kunst ist es ein bisschen anders. Jacob Burckardt hat gesagt, wir hätten drei Grundbedürfnisse: Religion als Sinn, den Staat als gute Ordnung und die Kultur als Freiheit. Diese drei Bedürfnisse sind in sich widersprüchlich. Diesen Widerspruch auszuhalten, da erst beginnt die Zivilisation.

 

 

Written by Östermann

31. März 2017 at 17:29

Sensoren (2): Frisst künstliche Intelligenz die Demokratie?

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Aber viel wahrscheinlicher ist es doch, dass sich die Maschinen einfach immer weiter entwickeln, weit über das menschliche Level hinaus. Dass es Programme gibt, die schnellere und bessere Programme schreiben, die wiederum schnellere und bessere Programme schreiben und immer so weiter, also eine Art Endlosschleife.

Unser Problem ist nicht, was die Menschen schaffen, sondern was die Computer machen, wenn sie unserer Kontrolle entgleiten.

Der Kontrollverlust, den der Skype-Erfinder Jaan Tallinn, in einem Interview mit GEO  beschreibt, kann mehr als nur ein diffuses Unbehagen auslösen. Angst. Aber wieso behalten wir Menschen die Kontrolle nicht einfach? Wer zwingt uns denn, Maschinen zu bauen, die auf eine unserem Denken ähnliche Art und Weise rechnen können, die selbst und an unserer Stelle Entscheidungen treffen können? Wieso ist die Digitalisierung nicht aufzuhalten? Wieso soll sie noch nicht einmal nach den Bedürfnissen der Menschheit und Menschlichkeit steuerbar sein?

Yvonne Hofstetter ist selbst an der Entwicklung künstlicher Intelligenz beteiligt. Mit bewundernswerter Ausdauer schreibt sie Bücher, gibt Interviews und versucht, die Öffentlichkeit wachzurütteln. In einem Radiogespräch bei SWR1 Leute beschreibt sie die Dynamik, die hier maßgeblich wirkt, und warnt vor den Gefahren für die Demokratie und unsere persönliche Freiheit.

Unsere Daten sind viel Geld wert. Wir sind die Wirkursache für enorme Umsätze und Gewinne, insbesondere bei den Internet-Giganten. Hier geht’s beispielsweise um Online-Kreditanträge. Viele Menschen erledigen ja ihre Bankgeschäfte online. Es gibt tatsächlich Online-Banken, die mitloggen, welche Taste Sie drücken. Das lässt darauf schließen – wir denken wieder an die Auswertung der Rohdaten, hier durch die Betätigung der Tastatur – und die Ableitung aus dem häufigen Drücken der Löschtaste wäre beispielsweise, dass Sie weniger gebildet sind. Und ein Fazit der Online-Bank bzw. des Berechnungsverfahrens, das hier analysiert, könnte sein, dass Sie deswegen nicht kreditwürdig sind.

Was sind das für Maschinen, mit denen wir es hier zu tun haben?

Wir haben es mit einer ganz neuen Klasse von Maschinen zu tun. Wir haben früher Werkzeuge benutzt, wieder auf die Seite gelegt und vergessen bis zum nächsten Gebrauch. Die Klasse an Maschinen, mit denen wir es heute zu tun haben, die künstlichen Intelligenzen, die Hand in Hand gehen mit der Datensammelwut, weil sie zum Analysieren gebraucht werden, die arbeiten doch ganz anders. Sie arbeiten autonom, asynchron, d.h. sie warten nicht auf irgendwelche Eingaben. Die arbeiten für uns, mit uns und vermehrt neben uns her und eben vermehrt an unserer Stelle. Und was ist daran so intelligent? Wir haben es hier im Zusammenhang mit Big Data hauptsächlich mit lernenden Maschinen zu tun. Und tatsächlich ist es so, dass in bestimmten Aufgabenbereichen, die diese lernenden Maschinen abarbeiten müssen oder sollen, diese lernenden Maschinen tatsächlich übermenschlich gut sind.

Und wie können wir gewährleisten, dass wir mit der künstlichen Intelligenz nicht selbst unser Grab schaufeln?

Im Moment haben wir da überhaupt keine Gewährleistung. Das ist ja gerade der Punkt. Im Moment geht die Entwicklung sehr rasch voran. Intelligente Maschinen werden immer mehr, greifen immer mehr um sich, nehmen immer mehr Raum ein. Und das Problem ist, wie kriegen wir das Ganze in den Griff? Es gibt renommierte Forscher, die warnen bereits. Ich denke an Stephen Hawkins beispielsweise: ‚Die künstliche Intelligenz könnte unsere letzte Erfindung sein.‘

Was tut Yvonne Hofstetter als verantwortliche Unternehmerin in diesem hochriskanten Bereich selbst, um einen Ausweg aus der Sackgasse zu suchen? Sie unterscheidet klar:

Wir verarbeiten keine persönlichen Daten von Menschen. Intelligente Maschinen kann man sehr schön zur Anlagensteuerung einsetzen.

Es gehe z.B. um intelligente Stromnetze, das Smart Grid, oder um intelligente Verkehrsnetze, wie z.B. den Lieferverkehr auf der letzten Meile in der Stadt zu reduzieren.

Hier haben wir die digitale Transformation, die viele bewährte Dinge zerstört, die zu neuen Geschäftsprozessen führt. […] Wir Bürger sollten sehr wohl einfordern von der Politik, dass die Infrastruktur Internet […] grundrechtssicher hergestellt wird. Grundrechtssichere Infrastruktur muss vom Staat auf eine Art und Weise hergestellt werden, dass sie unsere Rechte wahrt.

Wie der Staat das angesichts der globalen Dimension der sozialen Netze, der überwältigenden Macht der Internet-Konzerne und der Ohnmacht der Politik machen soll, bleibt auch in diesem Gespräch offen. Aber grundrechtssichere Infrastruktur einzufordern wäre ja ein erster Schritt, den wir als Bürger gehen können.

Written by Östermann

28. Februar 2017 at 15:21

Sensoren (1): Eine Welt ohne Grenzen – Parag Khanna im SRF-Interview

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Das ZKM Karlsruhe hat ihr groß angelegtes Ausstellungsprojekt Globale mit einer Ausstellung über den Neustart der gescheiterten Moderne beendet: Reset Modernity! Der programmatische Kerngedanke war im Fieldbook zur Ausstellung so beschrieben:

Die Moderne bot eine Möglichkeit, zwischen Vergangenheit und Zukunft, Nord und Süd, Fortschritt und Rückschritt sowie radikal und konservativ zu unterscheiden. Doch in einer Zeit tief greifender ökologischer Veränderungen dreht sich dieser Kompass wild im Kreis, ohne noch groß Orientierung zu bieten. … Lassen Sie uns einen Moment innehalten und Verfahren, Procedures, anwenden, um nach anderen Sensoren zu suchen, mit denen wir unsere Detektoren, unsere Werkzeuge, neu kalibrieren können.

Diese Suche nach neuen Sensoren kam mir in den Sinn, als ich mir das Interview des SRF mit Parag Khanna angesehen hatte. Der Politikwissenschaftler wirft einen Blick auf die globale Vernetzung der Infrastruktur: das sind erstens Transportmittel, also z.B. Eisenbahnlinien, Straßen und Fluglinien, zweitens Energienetzwerke, also z.B. Pipelines und Stromnetze, und drittens Kommunikationsnetze. Diese Netze verbinden uns alle. Wir haben sie über Jahrhunderte aufgebaut. Sie sind älter als viele Staaten und werden Staaten, wenn sie zerfallen, überleben.

Khanna hat selbst in vielen Ländern gelebt und viele Kulturen kennen gelernt und ist häufig rund um den Globus unterwegs. Auf die Frage nach der Zugehörigkeit, sagt er ironisch:

Ich sammle die Identitäten.

Sein Blickwinkel lässt uns einen neuen Blick auf die gesellschaftlichen und globalen Entwicklungen gewinnen. Connectography nennt er diese Methode. Die Landkarte sei seit Jahrhunderten und bis heute ein Mittel, uns selber die Welt verständlich zu machen. Jede Karte stehe für eine Weltanschauung. Mit diesen Weltanschauungen, wie sie aus Karten sprechen, setzt er sich auseinander.

Geografie sei heute kein Schicksal mehr für Staaten. Heute sei vielmehr die Konnektivität, die Vernetztheit, die Verbundenheit Schicksal. Die politische Landkarte verändere sich ständig. Bei der Gründung der Vereinten Nationen habe es 150 Staaten gegeben, heute seien es über 200. Die Karte der Vernetzung biete in diesem rasanten Wandel Kontinuität.

Staatliche Grenzen sind sehr wichtig. Aber Geopolitik ist nicht der Kampf zwischen Staaten. Geopolitik ist das Verhältnis oder die Beziehung zwischen Raum und Macht. Es können ganz verschiedene Akteure diese Macht haben. Terroristische Gruppen, religiöse Einheiten, Firmen und Unternehmen und auch Staaten und Städte.

Diese Macht werde durchgesetzt über die Vernetzung. Macht verteile sich anders im Raum, als wir uns das gewöhnlich vorstellen, wenn wir allein an staatliche Grenzen als Machträume denken. Machtstrategien äußerten sich heute in Infrastrukturinvestitionen.

Die vielfältige Vernetzung erhöht die gegenseitige Abhängigkeit.

Je mehr Grenzen wir haben, desto grenzenloser wird die Welt.

Alle Länder sind in steigendem Maße auf Importe angewiesen. Das Gleiche trifft auch auf Organisationen zu. Sie sind von Zulieferungen und damit von freien Fluss der Ressourcen abhängig. Alle teilen letztlich wechselseitig das Interesse, diese Zulieferungen aufrecht zu erhalten und zu sichern.

Junge Menschen, so Khanna, tragen zu einem gewissen Teil das globale Denken in sich. Sie schätzen die Verbundenheit ebenso wie ihre nationale Identität. Die Asiaten, so sein Befund, stehen mehr für offene Grenzen und Freihandel als die Europäer und Amerikaner.

Europa ist nicht mehr nur eine Union der Staaten, sondern auch der Regionen. Der Brexit werde die Verbindungen Großbritanniens mit der Welt nicht beenden. Natürlich fahre der Eurostar weiterhin zwischen London und Paris.

Die Menschen wünschen sich mehr Abgrenzung und arbeiten gleichzeitig für globale Konzerne. Der Ausstieg eines Landes aus der EU oder aus Freihandelsabkommen wäre schlecht für die Bürger. Der Wille des Volkes und die Interessen der Unternehmen lägen, so meint Khanna, näher beieinander, als wir glaubten.

Staaten und große Organisationen können – ein langfristiger Prozess – weniger korrupt werden, weil sie Verantwortung haben für ihre Rolle in der globalen Versorgungskette, die mit gewissen Erwartungen verbunden ist, die erfüllt werden müssen. Dadurch erhöhe sich z.B. der Standard von Corporate Governance.

Zwischen dem Wunsch nach Abgrenzung und nach Teilhabe an der globalen Verbundenheit muss jeder Staat, jede Organisation einen ausgewogenen Weg finden.

Aus der wirtschaftlichen und demographischen Sicht sind wir eine Zivilisation der Städte. Die Städte werden in der Zukunft eine entscheidende Rolle in der Geopolitik spielen. Sie sind die Knoten in der vernetzten Welt.

Die Weltanschauung, die Sichtweise der Städte heisst: Mehr Verbundenheit bauen. Brücken bauen zu anderen Städten. Mehr Handel, mehr Talent, mehr Technologie, mehr Flugverbindungen usw. So sieht die Welt die Stadt.

Khanna bietet uns ein Beispiel für einen neuen Sensor, mit dem wir durch Betrachtung der globalen Netzwerke unsere Weltsicht bereichern können.

Noch einmal zurück zur Ausstellung „Reset Modernity“ im ZKM. Das Fieldbook schließt mit der Ermunterung, unseren Kompass nicht mehr auf den Globus, sondern auf die Erde auszurichten,

um zu kartieren, wo wir stehen, und um zu entscheiden, was sich zu verteidigen lohnt. […]

Neue Allianzen werden möglich: um schützende Um-Welten gemeinsam mit jenen zu errichten, die nach defensiven Identitäten suchen, und um eine Welt zu erforschen, die wesentlich vielschichtiger und komplexer ist als der einstige Globus.

Written by Östermann

3. Oktober 2016 at 16:44

Die Welt ändert sich! Und der Mensch?

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Die technologische und demografische Entwicklung ist seit geraumer Zeit von ständiger Beschleunigung geprägt. Wir spüren dies im Alltag an der hohen Ereignisdichte, die in Hektik, Überforderung und häufig auch in „Burn-out“ mündet. In der Folge beschleunigen sich auch unsere Lebensverhältnisse. Wir versuchen, unseren Welthorizont ständig zu erweitern und uns die Welt anzueignen. Darauf hat der Soziologe Hartmut Rosa kürzlich in einem Interview in der SWR2 Aula hingewiesen.

Seit dem 18. Jahrhundert können moderne Gesellschaften, besonders in ihrer ökonomischen Verfassung, ihre institutionelle Grundstrukur, ihren Status quo nur durch Steigerung erhalten. Eine moderne kapitalistische Wirtschaft muss wachsen, und sie wächst durch Beschleunigung und permanente Innovation, um so zu bleiben, wie sie ist. Ohne andauernde Steigerung, z. B. auch der Produktivität, und ohne ständige Neuerung können sich z.B. Firmen und Arbeitsplätze, überhaupt die ökonomische Aktivität als solche, nicht erhalten. Das heißt, Steigerung entstand in erster Linie nicht durch unsere Gier, unsere Unersättlichkeit, durch den Zug nach vorne, sondern eher dadurch, dass wir sie brauchen, um den Status quo zu erhalten. Das ist der Modus dynamischer Stabilisierung: Erhaltung durch Steigerung, und das macht sich in all unseren Lebensbereichen durch einen Zwang zu Optimierung und Effizienzsteigerung bemerkbar.

Wie diese Entwicklung in den nächsten Jahren und Jahrzehnten aussehen wird, zeigt  dieses Video* sehr anschaulich. Wir haben es mit exponentiellen Entwicklungen zu tun und sind kaum in der Lage, zu ermessen, was das bedeutet.

 

Wie ist es dazu gekommen? Hartmut Rosa sieht die Grundidee des kapitalistischen Wirtschaftens aus dem Ruder laufen.

Die Idee war, wir schaffen ein System, wir schaffen Reichtum, der es uns ermöglicht,
wegzukommen von der Fixierung aller Energien auf den ökonomischen Konkurrenz- und Existenzkampf. Heute haben wir diese Hoffnung verloren, heute sagt jeder, der
Wettbewerb wird noch viel härter werden. Asien holt uns bald ein, wir werden ein
globales gnadenloses Wettbewerbssystem haben. Das meinen fast alle Ökonomen. Die Hoffnung, Knappheit, Armut, die Fixierung auf den Existenzkampf durch wirtschaftliche Effizienz zu überwinden, ist erloschen. Und in der Wissenschaft ist es erstaunlicherweise genauso. […] Es werden permanent neue Studien veröffentlicht und neue Kenntnisse generiert.

Wie kommen wir heraus aus dieser paradoxen Situation? Rosa versucht, einen Zugang zur Lösung auf der persönlichen Ebene zu beschreiben. Er erwartet einen Wandel unserer Beziehung zur Welt. Er glaubt, dass wir von der Aneignung der Welt, die uns in eine  ständige Steigerung des materiellen Konsums treibt, lösen werden und zu einer Anverwandlung der Welt kommen. Was meint er mit „Anverwandlung“?

Ich habe mir eine Sache erst anverwandelt, wenn ich sie für mich zum Sprechen gebracht habe, wenn ich eine Beziehung zu dieser Sache einnehme, die mich dabei berührt, wirklich bewegt und verändert. Ich nenne solche Beziehungen Resonanzbeziehungen.
Wie solche Resonanzbeziehungen in der Praxis aussehen, schildert er am Beispiel der Lektüre eines Buches.
Ich kann es im Power- oder Fast-Reading so schnell lesen, dass ich alle relevanten Informationen scanne und mir aneigne. Aber es ist etwas ganz anderes, ein Buch so zu lesen, dass es etwas mit mir macht oder dass ich etwas mit ihm mache. Das nenne ich Anverwandlungsprozesse, die zur Resonanzbeziehung führen. Diese Resonanzbeziehungen werden, glaube ich, erschwert in einem Klima der Konkurrenz, der Optimierung und der Beschleunigung.
Womit wir einstweilen wieder beim Dilemma angekommen wären. Vielleicht können wir den ersten Schritt tun, wenn wir anfangen, auf unsere eigenen Resonanzbeziehungen zu achten.
Hartmut Rosa veröffentlicht seine Gedanken im März 2016 in seinem neuen Buch „Resonanz: Eine Soziologie der Weltbeziehung“.

*Das Video habe ich gefunden bei Team Holger Six

Written by Östermann

30. Januar 2016 at 14:16

Die Tipping-Points der Digitalisierung — Medium

Die Fülle an neuen Technologien, die nach 2020 anwendungsreif werden, lässt erahnen, mit welchen Auswirkungen für die gesamte Gesellschaft zu rechnen ist. Es ist keineswegs übertrieben, wenn die epochalen Auswirkungen der Digitalisierung in ihrer Dimension mit der Erfindung des Buchdrucks verglichen werden. Holger Schmidt, netzoekonom.de, hat einige der Technologien, die vor der Anwendungsreife stehen, aufgelistet.

Schlechte Nachrichten für Menschen, die sich von der Digitalisierung heute schon überfordert fühlen: Ab 2020 werden die Tipping-Points für…

Quelle: Die Tipping-Points der Digitalisierung — Medium

Written by Östermann

17. November 2015 at 14:00

Wie wir ticken | SZ-Volontäre über das Tempo in unserer Gesellschaft

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Das hervorstechendste Merkmal des Lebens unserer Zeit ist zweifellos sein Tempo – das, was wir seine Eile nennen könnten, die Geschwindigkeit, in der wir uns bewegen, der Hochdruck, unter dem wir arbeiten.
William Rathbone Greg, 1877

Mit diesem Zitat machen die Volontäre der SZ ihr Web-Special – Wie wir ticken – auf. Sie begeben sich auf die Spur des Zeitempfindens, der Beschleunigung, der Unterschiede zwischen den Kulturen und der Paradoxien in der Wahrnehmung der Zeit gemacht.

 

Written by Östermann

20. September 2015 at 14:06

Veröffentlicht in Arbeitswelt, Gesellschaft, Technologie

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