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Klimawandel und Green Economy haben LOHAS zum Megatrend gemacht

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Karmakonsum Trendmap 2000

Der gesunde und nachhaltige Lebensstil ist keineswegs ein kurzfristiger Konsumtrend, sondern ein langfristiger, gesellschaftlich wirksamer Megatrend.  Darauf weist Karmakonsum in einem Blog-Beitrag zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von LOHAS hin. Die Einschätzung stammt von Eike Wenzel, Institut für Trend- und Zukunftsforschung. Er zeigt am Beispiel des Lifestyle of Health and Sustainabiliy (LOHAS) auf, wie die „Leichtmatrosen der Trendforschung“ tiefgreifende Megatrends als kurzfristige Modetrends missdeuten. Wenzel stellt klar:

Der LOHAS-Trend ist als relativ begrenzter Konsumtrend gestartet und hat sich, bedingt durch Klima-wandel und Green Economy, zu einem der wichtigsten Veränderungsbewegungen in Wirtschaft und Gesellschaft der kommenden Jahre (2030+) ausgeformt. Ob wir ihn jetzt Nachhaltigkeit, Green Economy oder wie auch immer nennen – neben der Globalisierung und der Digitalisierung wird er der einfluss-reichste Megatrend und die größte Zukunftsherausforderung der kommenden Jahre sein.

Auf dem Weg zu dieser Feststellung steuert er  einige gute Hinweise für CEOs bei, die sich von den „Leichtmatrosen“ bei ihrer Arbeit mit Trends allzu schnell täuschen lassen.

Grundsätzlich sollte sich jeder bewusst machen, der sich entschließt, zur besseren Zukunftsaufstellung seines Unternehmens mit Trends zu arbeiten, dass Trends zunächst „nur“ gesellschaftliche Veränderungs-prozesse sind. Sie zeigen an, wenn sie gut erklärt und beobachtet sind, wo in Ökonomie und Gesellschaft Widerstände und Ungereimtheiten aufgetreten sind, wo es sozusagen Lebensknappheiten gibt, auf die bislang noch keine Lösungen gefunden worden sind. Einige dieser Trends lassen sich daraufhin zu Innovationen ausarbeiten oder begründen sogar einen neuen Markt, ändern unsere Konsumgepflogen-heiten etc.

Und noch ein – wie mir scheint – wichtiger Hinweis auf die Bedeutung von Sozialinnovationen:

Innovationen werden zu sehr mit technologischen Entwicklungssprüngen verknüpft. Noch nie war unsere Ökonomie so abhängig von Produktivitätssprüngen wie seit knapp 20 Jahren von denen in der Internet- und Computertechnologie. Es tritt dann die Spezialistenstarre, das verhängnisvolle Scheuklappendenken, mit einem Wort: die Stunde des Tunnelblicks des Ingenieurs ein. Begründung: Technologien lassen sich – auf den ersten – Blick leichter einschätzen als Bedürfnisse und Lebensstilveränderungen. Es erblühen jedoch keine Wachstumsmärkte – das ist jetzt ganz wichtig – ohne ein klares Verständnis von den Bedürfniskonstellationen der Menschen.

Übrigens, die oben abgebildete Trendmap gibt es bei Karmakonsum auch in einer druckfähigen Version.

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Written by Östermann

10. Januar 2015 um 14:18

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