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Ist Open Innovation Enteignung? – Interview des Tagesspiegel mit Trebor Scholz

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Wenn große Unternehmen ihre Kunden im Netz für sich arbeiten lassen, stellt sich die Frage, wo eine aufrichtige Teilhabe der Kundenbeteiligung aufhört und Ausbeutung beginnt. In einem Tagesspiegel-Interview äußert sich der Buchautor und -herausgeber Trebor Scholz kritisch zur aktuellen Open-Innovation-Praxis.

Manche Autoren in Ihrem Buch beziehen Marx auch auf das Crowdsourcing von Ideen, wenn Unternehmen Kunden an der Produktentwicklung beteiligen. Ist das aus Ihrer Sicht Ausbeutung?

Nein, ich würde sagen, diese Menschen werden ausgenutzt, sie werden enteignet. Das Crowdsourcing im Bereich Forschung und Entwicklung ist ebenfalls ein riesiger Markt, an dem sich inzwischen alle von BMW über Kraft bis zu Lego beteiligen. Eric von Hippel vom MIT hat das jahrzehntelang untersucht. Er sagt, dass die Nutzer und nicht die Firmen inzwischen für die eigentlichen Innovationen verantwortlich sind. Jemand verbessert zum Beispiel sein Mountain-Bike und die Firma übernimmt das in die Massenproduktion. Dafür bekommt der Bastler weder Anerkennung noch eine Bezahlung.

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Written by Östermann

5. Mai 2013 um 15:28

Veröffentlicht in Arbeitswelt, Innovation, Web 2.0, Wirtschaft

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