Östermanns Blog

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Mit dem Rückspiegel in die Zukunft?

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„Wer nicht gestaltet, wird gestaltet“, heißt ein verbreitetes Bonmot. Und doch fühlen wir uns oft der Zukunft ausgeliefert und lassen sie tatenlos auf uns zukommen. Ziemlich schräg, so ein Verhalten, wie uns folgendes Gedankenspiel zeigen mag:

Stellen wir uns vor, wir führen in einem Auto mit schwarz abgeklebter Windschutzscheibe auf einer Einbahnstraße. Durch den Blick in den Rückspiegel besitzen wir einiges Wissen über den Straßenverlauf der Vergangenheit, die Sicht nach vorne bleibt uns aber verwehrt. Der prognostische Ansatz wäre nun, aus dem Verlauf der Straße, den wir bereits kennen, die weitere Straßenführung abzuleiten. Es ist offensichtlich, dass dies nur bis zur nächsten Kurve gut gehen kann.

Wenn wir die Metapher vom Autofahren weiterspinnen, dann leuchtet ein, weshalb uns zuverlässig funktionierende Scheibenwischer so wichtig sind. Sie sorgen für klare Sicht, wenn auch nur ein paar hundert Meter weit. Wir überblicken zwar immer noch nur einen kleinen Teil der gesamten Strecke, aber wir können die nächste Kurve oder den nächsten Wegweiser rechtzeitig erkennen. Der Wegweiser nützt uns allerdings nur, wenn wir wissen, wo wir hin wollen.

Gefunden bei Hantschk, Klocker & Partner

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Written by Östermann

22. März 2013 um 18:38

Veröffentlicht in Strategie, Zukunft

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