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Wirtschaftswissenschaften: Blind und geschichtslos | Philip Kovce in der SWR2 Aula

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Der amerikanische Großindustrielle Henry Ford sagte mal, der Wohlstand einer Nation begänne schon im Klassenzimmer. Heute kann man ergänzen, dass sich dieser Wohlstand dann auch an der Universität fortsetzt. Und wenn man letzteres auf die Wirtschaftswissenschaften bezieht, dann gerät man in eine eher depressive Stimmung. Denn: Dieses Fach symbolisiert kaum den Wohlstand und schleppt mehrere Defizite mit sich. Es basiert erstens auf einer methodologischen Monokultur, zweitens ist es blind für die eigene Geschichte, drittens fehlt der Bezug zur Praxis.
Philip Kovce, Wirtschaftsstudent an der Universität Witten-Herdecke, beschreibt diese Defizite und zeigt konkrete Auswirkungen.

via swr.de

Kovce plädiert übrigens nicht nur für eine Umorientierung der Wirtschaftswissenschaften, sondern auch der journalistischen Leitmedien. Er zitiert Mintzberg, der vor Jahren schon den Anteil einer „aufgeblasenen Wirtschaftspresse“ und eines „fragwürdigen Beratungswesens“ an der Misere des ökonomischen Denkens beklagt hat. Die Medien sollen, so Kovce, den Mut aufbringen, souverän zu agieren, statt Lobbyisten nach dem Mund zu reden.

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Written by Östermann

16. Januar 2011 um 10:07

Veröffentlicht in Wirtschaft

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