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Der schleichende Untergang von Social Media | Future of Web Strategy

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Macht es noch Sinn, zwischen „Sozialen Medien“ und dem Rest der Medienlandschaft zu unterscheiden? Oder ist alles einfach Medium? Die Tatsache, dass sich diese Frage stellt, scheint darauf hinzudeuten, wie sehr die Medien mittlerweile miteinander verschränkt sind. Nicht zuletzt eine Folge gründlicher Marketing-Aktivitäten im Web. Kommerzielle Netzwerkeffekte überlagern die sozialen Beziehungen, die Menschen über das Netz knüpfen. Untergehen werden sie deshalb noch lange nicht. Wie sich die Wirtschaft das Web zu eigen macht, macht das Bild vom Trojanischen Pferd sehr anschaulich. Den Vorständen in den Chefetagen bleibt nichts anderes übrig, als über ihre Silos hinauszudenken. Auch hier reisst das Web Mauern ein:

‘Social Media’ ist für mich eigentlich ein trojanischen Pferd, dass wir die letzten Jahre in die Meetingräume und Vorstandbüros unserer Kunden geschoben habe.

Man beschäftigt sich mit einem Randthema und ehe man sich versieht, sieht man sich mit grundsätzlichen Fragestellung in der Markenführung, in der Vertriebsstrategie, in der Unternehmenskommunikation, im Kundenservice oder wo auch immer konfrontiert.

So ist es nichts ungewöhnliches wenn aus einem ursprünglichen Marketing Projekt letzten Endes ein Projekt wird, was schnell unterschiedliche Abteilungen mit involvieren muss, um durchgeführt werden zu können und damit auch die Prozesse und Verantwortlichkeiten auf Kunde-Seite vor neue Herausforderungen stellt. Auf den ersten Blick denkt man, es geht darum einen weiteren “Kanal” zu bespielen, einen neuen Trend mit aufzugreifen und auf dem zweiten Blick sieht man, dass fast jegliche Aktion viel tiefgreifendere Implikationen nach sich zieht und z.B. auch Marketingziele dann erreicht werden können, wenn letzten Endes andere Abteilungen wesentlich stärker mit eingebunden werden, oder sogar die operative Verantwortung für ein Projekt tragen.

Das sind in der Regel grundlegende Veränderungen, die nicht einfach dadurch abgedeckt werden können, dass man jetzt mal einen neuen “Social Media” Kanal ins neue Portfolio mit aufnimmt.

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Written by Östermann

29. Mai 2010 um 09:03

Veröffentlicht in Arbeitswelt, Medien, Wirtschaft, Zukunft

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