Östermanns Blog

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Social Intranet bei T-Systems – Erfahrungsbericht

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Strategieentwicklung ausschließlich im Social Intranet – das war eines der Erfolgsrezepte für die schnelle und hohe Akzeptanz des „Teamweb“ bei T-Systems. Die Führungscrew war so von Anfang an im Boot.

Ein weiterer wesentlicher Punkt ist die breite Palette konkreter Anwendungsfälle, die das Social Intranet nach einem Jahr bereits abdeckt. Neben dem Fall der Strategieentwicklung sind ein weiterer, eher einfacher aber wichtiger Anwendungsfall „Bereiche für alle Abteilungen und Service Units. Diese konnten Ihre Informationen nun selbst einpflegen und aktuell halten. Auf diese Weise waren schnell viele relevante Inhalte online. Dieser Anwendungsfall ist auf den ersten Blick wenig spektakulär, er hat aber einen großen Vorteil: Er überfordert keinen und nimmt jeden mit, weil jeder diese Struktur schon aus dem alten Intranet und aus der Organisation selbst kennt. Nur sind die Inhalte jetzt viel aktueller und lebendiger, weil sie auf einer viel breiteren Basis erzeugt werden. Im Laufe der Zeit sind viele Anwendungsfälle hinzugekommen, viele anfangs zentral gesteuert, aber mehr und mehr übernimmt dezentrale Initiative das Feld. Eine kleine Auswahl: Innovationsmanagement, Abbildung aller Prozessmodelle inklusive deren Weiterentwicklung, Vorlagen und Templates, Schulungskoordination, Bereiche für die Organisation von Events und Offsites, Bereiche für Standorte, Interessengemeinschaften, Knowledge Base, Sales Team Koordination, Speisepläne, Organisation von Sportgruppen, Starter Kit für neue Mitarbeiter, Umfragen, Management interner Projekte, unternehmensweiter Wochenbericht.“

Und ein dritter Punkt scheint mir in diesem Bericht besonders erwähnenswert. Die Umkehrung der Beweislast. Nicht mehr Geschlossenheit, sondern Offenheit ist die Regel. Während früher die Frage lautete: „Welche Informationen können wir freigeben?“, heisst es heute: „Welche Informationen müssen wir schützen?“ Klingt gut, aber gewisse Zweifel beschleichen mich schon. Lässt sich ein so markantes Kulturmerkmal in so kurzer Zeit einfach umdrehen? Wie schafft man ein Committment im Management, das sich als so tragfähig erweist? Da würde mich schon interessieren, was sich die Bereiche so alles einfallen lassen, um diese Verpflichtung zur Offenheit zu unterlaufen.

Wer den Bericht lesen möchte …

http://www.besser20.de/

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Written by Östermann

31. Januar 2010 um 17:41

Veröffentlicht in Arbeitswelt, Web 2.0

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